Pájara will zeitweise Schließung der Autobahn verhindern

Autobanh Costa Calma

Ab dem 20.06.2019 soll die Autobahn im Süden von Fuerteventura für mindestens 6 Monate streckenweise für Bauarbeiten gesperrt werden. In dieser Zeit soll der Verkehr zwischen Penecescal und Morro Jable über die alte Landstraße FV602 im Barranco de los Canarios umgeleitet werden.

Der neue Bürgermeister der Gemeinde Pájara, Miguel Graffigna hat sich gegen die lang andauernde Sperrung ausgesprochen. „Man muss Alternativen finden, die auf der einen Seite die Ausführung der Bauarbeiten ermöglichen, auf der anderen Seite aber nicht für so lange Zeit und so massiv die Nutzung dieser so wichtigen Verkehrsader im Süden der Insel einschränken“.

„Die Ankündigung der Sperrung in der letzten Wochen besorgt uns. Daher haben wir als neue Regierung in der Gemeinde Pájara gleich nach Amtsantritt die entsprechenden Informationen vom Cabildo und der Kanarischen Regierung angefordert. Nach ersten Erkenntnissen war in der Ausschreibung dieser Bauarbeiten die Sperrung der Autobahn nicht vorgesehen, weder auf diese Weise noch für so lange Zeit. Es handelt sich wohl um eine Initiative der bauausführenden Firma.“

Daher hat die Gemeinde ein Treffen mit Vertreter der Baufirma, des Cabildo und der Regierung vorgeschlagen, um vernünftigere Alternativen zu suchen. „Wenn der Zugang zur Autobahn eingeschränkt werden muss, dass sollte dies auf dem kürzest möglichen Streckenabschnitt und für nur für die notwendige Zeit erfolgen, aber auf keinen Fall für 6 Monate und auf einem so langen Abschnitt“.

Politische Bewährungsprobe nach Machtwechseln in Gemeinde und Cabildo

Es könnte sich bei der Diskussion um die Autobahnsperrung um die erste politische Bewährungsprobe für die neue Gemeindeführung handeln. Die Zuständigkeit für die interurbanen Verkehrswege liegt beim Cabildo und nicht bei der Gemeinde.

In der Gemeinde Pájara wurde der sozialistische Bürgermeister nach 16 Jahren abgewählt und von einem Bürgermeister der Coalición Canaria (CC) ersetzt. Im Cabildo dagegen ist genau das Gegenteil passiert. Die Präsidentin der Inselverwaltung wird zum ersten Mal seit langer Zeit von einer Sozialistin gestellt, die ihren Vorgänger von der CC ablöst.

Die Sozialisten in Pájara haben den Regierenden im Cabildo und in der Kanarischen Regierung jahrelang vorgeworfen, ihre Initiativen zu boykottieren. Nun könnte die Gefahr bestehen, dass die „Neuen“ den Spieß umdrehen, um die Pläne des politischen Gegners auf Eis zu legen.

3 Kommentare

  1. Adolfo meint!
    Ich persönlich halte ja den Bau der all so tollen Autobahn für absoluten Blödsinn, da wurde doch wieder mal nur ein weiteres Prestigeobjekt der Politiker in Realität versetzt!
    Ich bin die Strecke von Corralejo nach Morro seit 1974 hunderte mal gefahren und fand die Nord / Süd- Verbindung so wie sie war schön und absolut akzeptabel.
    Aber heutzutage muss ja alles schnell und hektisch ablaufen, angeblich ist ja Zeit gleich Geld!
    Ob man die Natur verschandelt oder gar zu Grunde richtet, interessiert eigentlich nur noch sehr, sehr wenige und wenn die Touris nicht mal in der Lage sind, die Anreise zu ihrem Urlaubsort zu genießen, dann sollen sie am besten doch gleich zu Hause bleiben basta!
    Die Zeitersparnis, die die Autobahn in Echtzeit bringt, rechtfertigt die Ausgaben in zigfacher Millionen Höhe meines Erachtens nach nicht.
    Das Geld hätte man viel sinnvoller für Maßnahmen, die der Bevölkerung von Fue echte Unterstützung bringen, wie z. B. in den sozialen Wohnungsbau und dergleichen investieren können. Und wenn ich mir so ganz nebenbei bemerkt mal z. B. Pajara und Umgebung und noch viele andere Örtlichkeiten auf Fue so ansehe, da hätte man das viele Geld wirklich nötiger gebraucht, als es in eine Autobanh zu investieren
    Saludos Adolfo

  2. Na bloss gut, dass die Touristenzahlen derzeit eher mau sind. Man stelle sich vor, die Insel platzt aus allen Nähten, und man muss über die schmale, alte Landstraße fahren, welche nicht wirklich in einem guten Zustand ist. Fuertekenner, welche die eh schon langen Transferzeiten in den Süden kennen, wetden bei diesen Plänen 3 x überlegen, ob Sie sich das wirklich antuen wollen. Gibt nur eine Lösung, Teile der Autobahn einspurig über Gegenspur. Geht in Deutschland ja auch.

  3. Dank dem Bau der Autovia wurden im Barranco die Winde gestört und die Wanderdüne, die nur noch auf Postkarten in voller Schönheit der 90er Jahren existiert, abgebaut. Mal darüber nachgedacht.? Schön, dass das Antonio im La Tasca in der Kurve/ Tankstelle nun wieder mehr Traffic hat und nicht nur Busfahrer, die seid Jahren bei ihm ihre Pause aus Gewohnheit verbringen. Seit gefühlten 10 Jahren soll ja auch die Privatstrasse zum Mirador ausgebaut werden, mit gaaanz tollen Denkmalen im Muschel und Schnecken-Design … 😉 (erinnert an den Flughafen in Berlin – BER 😀 Resume. Auch wenn die Nebenstrecke“ heutzutage zugesemmelt mit kleinen Kreisverkehren ist, Sie bringt den Charm der Insel aus den 80/90ern wieder. keine Hast und Eile, geniessen ist das Motto.

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