Anhebung der Besucherzahl für Lobos könnte im Dezember 2019 beschlossen werden

Die Insel Lobos im Norden Fuerteventuras aus der Luft

Die Zahl der Besucher, die die Insel Lobos nördlich von Fuerteventura täglich besuchen dürfen, ist seit Januar 2019 auf 400 Personen begrenzt. Da sich zurzeit immer nur 200 Personen gleichzeitig auf Lobos aufhalten dürfen, müssen die 400 Besucher auf eine Vormittags- und eine Nachmittagsschicht verteilt werden.

Zum Betreten der Insel Lobos ist daher eine Genehmigung erforderlich, die im Internet beantragt werden muss.

Die Einschränkung der Besucherzahl wurde sowohl von Einheimischen als auch von Urlaubern heftig kritisiert. Einheimische kritisieren, dass sie „ihre“ Insel nicht mehr so nutzen dürfen, wie sie das schon seit Jahrzehnten gemacht haben. Viele nutzten die provisorischen Barracken auf Lobos zum Übernachten, was nun auch nicht mehr erlaubt ist. Für Ausflugsanbieter und die Betreiber der Wassertaxis, die Urlauber von Corralejo nach Lobos bringen, bedeutet die Beschränkung natürlich erhebliche wirtschaftliche Einbußen.

Lobos könnte unter idealen Voraussetzungen bis zu 869 Personen pro Tag verkraften

Ein Gutachten vom Mai 2019 hat bestätigt, dass die Insel Lobos wesentlich mehr Besucher verkraften kann, als zurzeit kommen dürfen. Demnach würden die Umweltgegebenheiten bis zu 869 Besucher pro Tag vertragen. Dies wäre aber nur bei optimaler Personalausstattung, sowie perfekter Infrastruktur und Ausstattung erreichbar. Mit den zurzeit zur Verfügung stehenden Mitteln an Wachpersonal, Mülleimern, Toiletten etc. sind maximal nur 704 Personen möglich.

Die Abteilung für Territorialplanung der Inselverwaltung (Cabildo) von Fuerteventura arbeitet zurzeit an der Modifikation der Nutzungsbedingungen für das Naturschutzgebiet „Islote de Lobos“. Diese muss dann zunächst eine Kontrollkommission passieren und kann dann anschließend dem Plenum des Cabildo, voraussichtlich Ende September 2019, zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Danach wird der geänderte Nutzungsplan für zwei Monate öffentlich ausgelegt, damit Bürger und Betroffene Einsprüche und Anträge vorbringen können. Bei berechtigen Einsprüchen wird das Dokument dann gegebenenfalls noch einmal angepasst, bevor es dann endgültig verabschiedet werden kann. Dies könnte also Ende Dezember 2019 geschehen.

1 Kommentar

  1. die Begrenzung ist gut, so kann wenigstens nicht alles vermüllt werden. Eventuell auf 300 Vormittags und 300 Nachmittags begrenzen, aber mehr nicht. Desto höher die Zahl desto mehr Müll wird wieder weggeschmissen und zwar meist nicht in den Abfalleimer.

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