Auf Lanzarote droht erste Massenentlassung nach Thomas Cook Pleite

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Auch auf Fuerteventuras Nachbarinsel Lanzarote zeigen sich erste Auswirkungen der Thomas Cook Pleite. Das Management der Ferienanlage Ficus in Costa Teguise hat ein sogenanntes ERTE angekündigt. 30 Mitarbeiter der insgesamt 50-köpfigen Belegschaft sind von dieser vorübergehenden Aussetzung ihrer Arbeitsverträge betroffen.

Am Mittwoch, 09.10.2019, hatten die Vertreter der Gewerkschaft Comisiones Obreras die offizielle Bestätigung erhalten, dass das Unternehmen ein „Expediente de Regulación Temporal de Empleo“, also ein Verfahren zur kollektiven Suspendierung von Arbeitsverhältnissen, eingeleitet hat.

Bereits für Donnerstag, 10.10.2019, ist ein erstes Gespräch zwischen dem Arbeitgeber und den Arbeitnehmervertretern angesetzt. Die Gewerkschaften wollen alternative Maßnahmen vorschlagen, um die Zahl der Angestellten, die das Unternehmen verlassen müssen, so klein wie möglich zu halten.

Die Frist, um die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abzuschließen, ist auf 15 Tage festgesetzt. Die Suspendierung der Arbeitsverhältnisse der betroffenen Angestellten soll zunächst bis April 2020 andauern.

Die Ferienanlage Ficus ist die erste auf Lanzarote, die auf die Thomas-Cook-Pleite mit einer drastischen Reduzierung der Belegschaft reagiert. Praktisch alle Kunden stammten von Thomas Cook.

Während der Dauer des ERTE haben die betroffenen Mitarbeiter Anspruch auch Arbeitslosengeld. Nach 6 Monaten reduziert sich jedoch der Betrag der Unterstützung.

Hotel Fuerteventura Princess hat ebenfalls ein ERTE angekündigt

Auch das Hotel Fuerteventura Princess hat nach der Pleite von Thomas Cook ein ERTE und die vorübergehende Schließung angekündigt. Das Fuerteventura Princess firmierte zuletzt unter der Thomas-Cook-Marke „Sunconnect“ und hatte 95% seiner Zimmer exklusiv an Thomas Cook gebunden. Nach der Pleite steht das Hotel nun praktisch leer.

2 Kommentare

  1. Ein derber Rückschlag für die gesamte Reisebranche. Das sich hier niemand verantwortlich fühlt, zeigt das hier unsachgemäß gehandelt wurde, von sämtlichen Managern dieser Branche. Wir die Urlauber und der kleine Mann, die Angestellten der Hotels müssen darunter leiden. Wo sind die Geld hingeflossen, die der Urlauber bezahlt hat. Das riecht ganz stark nach Korruptheit und Insolvenz Verschleppung. Es müssen Köpfe rollen und die obersten Manager gehören enteignet und eingesperrt. So etwas darf niemals wieder passieren, es müssen unbedingt neue und schärfere Gesetze her. Was hier geschehen ist, ist für Jahre!!!! der Untergang, die Lust aufs Reisen wurde uns auf betrügerische Art und Weise genommen. Das Vertrauen wurde uns genommen.
    Es tut mir unendlich leid, das so viele Menschen nun arbeitslos werden.

  2. hoffefür die Mitarbeiter, dass es aufwärts geht, andere Reiseunternehmen buchen . 90 Prozent und mehr an ein Unternehmen binden ist vom Hotelmanagement nicht sehr schlau!!!

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