Flüchtlingsboot mit 37 Migranten erreicht Fuerteventura bei Gran Tarajal

Patera
Archivfoto

Am Abend des 07.12.2019 gegen 19:00h hat die Seerettung (Salvamento Maritimo) eine Patera vor der Küste Fuerteventuras aufgebracht.

Das Flüchtlingsboot war mit 37 Personen besetzt, darunter 10 Frauen und 4 Kinder.

Das Boot befand sich rund 4 Seemeilen von der Küste Fuerteventuras. Von dort wurde es in den Hafen von Gran Tarajal geschleppt.

Mitarbeiter des Kanarischen Rettungsdienstes SUC und des Roten Kreuzes untersuchten die Migranten. Diese befanden sich in guten Gesundheitszustand. Nur eine Frau musste wegen leichter Blessuren medizinisch behandelt werden.

Drittes Flüchtlingsboot innerhalb von 3 Wochen auf Fuerteventura

Es handelt sich bei dem Flüchtlingsboot vom 07.12.2019 bereits um das dritte, dass die Küste Fuerteventuras innerhalb von 3 Wochen erreicht hat. Am 19.11.2019 war bereits ein Boot mit 57 Afrikanern bei Gran Tarajal gelandet. Nur einen Tag später kam ein weiteres Boot mit 42 Personen auf Fuertevenura an.

Fuerteventura ist ziemlich genau 100km von der afrikanischen Küste entfernt. Damit liegt Fuerteventura von allen Kanaren am dichtesten am afrikanischen Kontinent und ist daher das erste Ziel von Flüchtlingsbooten, die von dort aus zu den Kanaren aufbrechen.

Doch auch auf Fuerteventuras Nachbarinsel Lanzarote und auf der noch einmal rund weiter 100 Kilometer entfernten Insel Gran Canaria kommen in letzter Zeit immer häufiger Flüchtlingsboote an.

Am 21.11. und 22.11.2019 wurden vor Gran Canaria zwei Pateras mit 85 Personen entdeckt.

Unterbringungsmöglichkeiten auf den Kanaren erschöpft

Die in der jüngsten Vergangenheit stark gestiegene Zahl von Migranten, die die Kanarischen Inseln erreichen, führt dazu, dass die Unterkünfte überfüllt sind.

In der letzten Zeit ist die Anteil der Frauen und Kinder, die mit den Pateras auf die Kanaren gelangen, deutlich gestiegen. Dies macht die Unterbringung noch komplizierter.

Für die Unterbringung von Minderjährigen gelten andere gesetzliche Vorschriften als für die von Erwachsenen. Außerdem will man aus humanitären Gründen vermeiden, dass Kinder von ihren Eltern getrennt untergebracht werden.

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