Hurra: 7-Tage-Inzidenz auf den Kanaren endlich wieder unter 50!

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Kaum ein Corona-Indikator wurde in letzten Tagen mehr diskutiert als die sogenannte 7-Tage-Inzidenz auf den Kanaren. Dabei handelt es sich um die Zahl der entdeckten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage.

Dieser Wert ist deshalb so bedeutsam für die Kanarischen Inseln, weil die deutsche Regierung eine 7-Inzidenz von 50 als Schwellenwert definiert hat, ab dem sie ein Land oder eine Region als Risikogebiet einstuft.

Am Nachmittag 04.10.2020 hat die „consejería de sanidad“, die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln, offiziell einen Wert von 49,5 für 7-Tage-Inzidenz auf den Kanaren bekannt gegeben.

Damit unterschreitet dieser Wert zum ersten Mal seit dem Wochenende des 23.08.2020 die Schwelle von 50. Damit hat sich die 7-Tage-Inzidenz auf den Kanaren in einem Monat etwa halbiert.

Am 04.10.2020 meldete die kanarische Gesundheitsbehörde 141 neue Coronafälle auf den Inseln. Damit liegt diese Zahl nun den zweiten Tag in Folge unter 150.

Es sieht also so aus, als hätten die Kanarischen Inseln den Schulstart gut hinter sich gebracht, ohne dass dies zu einem starken Anstieg der Coronafälle geführt hätte, wie viele befürchtet hatten.

7-Tage Inzidenz auf Fuerteventura verstärkt ihren Trend nach unten

Die Inselregierung von Fuerteventura hat am 04.10.2020 nur 2 neue Coronafälle und 4 Gesundschreibungen gemeldet. Damit sinkt die Zahl der aktiven Fälle erneut leicht auf 143. Acht Tage zuvor wurden auf Fuerteventura noch 17 neue Fälle gemeldet.

Dadurch sinkt die 7-Tage-Inzidenz auf Fuerteventura deutlich um rund 13 auf 60,74 neue Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage.

Am 30.09.2020 hatte die 7-Tage-Inzidenz auf Fuerteventura ihr mit 78,71 Maximum erreicht.

(nach der Infografik geht der Artikel weiter)

Nimmt Deutschland die Einschätzung als Risikogebiet zurück?

Durch das Sinken der 7d-Inzidenz unter 50 könnte die Bundesregierung eine Neubewertung der Risikolage auf den Kanaren vornehmen. Allerdings hatte sich sich bei der Einstufung zum Risikogebiet auch bis zum 02.09.2020 Zeit gelassen, also rund 10 Tage, nachdem die Schwelle von 50 auf den Kanaren überschritten wurde.

Es ist also recht wahrscheinlich, dass eine Entscheidung in die andere Richtung auch einiges an Zeit erfordert. Sicher wird man beobachten, ob der Rückgang dauerhaft ist.

Immerhin sind die Kanaren eine der Regionen Spaniens mit der landesweit niedrigsten Inzidenz. Allerdings ist die Inzidenz noch um ein Vielfaches höher als in Deutschland.

Außerdem gehören einige Regionen Spaniens wie z.B. Madrid zu den Regionen Europas mit dem stärksten Infektionsgeschehen.

Eine Bewertung der Kanaren als Risikogebiet aus deutscher Sicht könnte also auch davon abhängen, welche Maßnahmen die kanarische bzw. die spanische Regierung treffen, um einen „Import“ des Infektionsgeschehens vom Festland auf die Kanaren zu vermeiden.

12 Kommentare

  1. Nun meine Heimaten sind Tenerife und Hannover (indieser Reihenfolge). Ich habe mich auf T immer sicherer gefühlt als in D bzw. H. Hat etwas mit den stringenteren Kontrollen und Maßnahmen zu tun. Klar ist für mich, dass die Festland-Spanier uns vieles eingebrockt haben. Wer keine Party in Madrid machen konnte ist eben auf die Canaren geflogen – vornehmlich Gran Canaria. Das föderale System ist in Spanien aber hnlich wie in D. Da kann man nicht eben mal in Bayern Leute aus Niedersachsen testen. Und deshalb gab es auch keine innerspanischen Tests. Wenn ich das alles so verfolge, scheint sich da ja etwas zu ändern (in Spanien). Bin zurzeit in H. Unglaublich, was hier alles ohne Maske rumläuft. Echt gewöhnungsbedürftig.

  2. Hallo @FuerteFan,woher weisst du,dass es ab 1.November 2020 bei e
    Einreise auf Fuerteventura eine Testpflicht am Flughafen gibt?Ich habe nirgendwo etwas davon gelesen.

  3. @Hanssen, vielleicht wäre es angebracht, den Artikel vollständig zu lesen: „…Es ist also recht wahrscheinlich, dass eine Entscheidung in die andere Richtung auch einiges an Zeit erfordert. Sicher wird man beobachten, ob der Rückgang dauerhaft ist. …“
    Wofür hat sich die FZ also „hergegeben“?

  4. Wir haben Tränen gelacht – bei der naiven Vorstellung, dass das AA/die Bundesregierung die Einstufung der Kanaren als Risikogebiet auf absehbare Zeit zurück nehmen könnte, da ja heuer, am Montag, die 7-Tage-Inzidenz unter 50 sei.
    Soviel Blödsinn äußern muß man echt wollen – war für uns (bislang) unvorstellbar, dass sich die FZ dafür hergibt. Nundenn, …

  5. Glückwunsch. Man wird vermutlich wirklich ein paar Tage warten, wo der Wert hingeht. Es macht ja auch keinen Sinn, es aufzuheben und ggf. (hoffentlich nicht) nach ner Woche wieder zum Risikogebiet zu erklären. Die größere Gefahr ist für mich aktuell, dass die Kanaren Deutschland zum Risikogebiet erklären. Und bitte jetzt nicht mit PCR Tests vor Abflug kommen. Das funktioniert nicht, da in Deutschland die Behörden derzeit nicht mit Tests hinterherkommen. Mein göttliches Gesundheitsamt ruft bei Negativen Befunden nicht mal mehr an. Es gilt: kein Bescheid innerhalb von 48 h= negativ.

  6. Wir fliegen im November in unsere 2. Heimat, wie immer alles getrennt gebucht (Flug in der Premium Class mit freien Mittelsitz, Mietauto und ein separates Appartement ohne Hotelfeeling). Hier in Deutschland ist es m. E. gerade viel gefährlicher man ist beruflich mit vielen Menschen zusammen die sich nicht alle an die Regeln halten, im privaten Bereich treffen wir uns mit keinem mehr. Wir brauchen dringend unsere Erholung auf unserer Lieblingsinsel, damit wir die nächsten Monate/Jahre mit Covid gesundheitlich besser überstehen. Wenn der Test in Fuerte kommt und einer von uns positiv wäre, das ist schlecht weil wir Selbstversorger auf der Insel sind, dennoch möchten wir die Insel mit unserer Anwesenheit so gut es geht unterstützen und halten uns dafür in Deutschland gerne isoliert auf und nehmen auch die Quarantäne in Kauf, obwohl mein Mann dann als Selbstständiger auch Geld verliert. Unter normalen Umständen wären wir bereits im April und September auf Fuerte gewesen. Unsere Bekannten aus Fuerte sagen es ist viel zu wenig los und das ist für alle Inseln einfach schrecklich.

  7. GUTER BERICHT DER HOFFUNG MACHT !!

    Grundsätzlich glaube ich dass die Zahlen stimmen und hoffe für alle dass sich der Trend weiter nach unten bewegt!

    Da die Risiko-Bewertungen seit dem 1.Oktober vom RKI gemacht werden und sich die Bundesregierung nun darauf bezieht, hoffe ich mal dass die schneller sind und keine 10 Tage brauchen um den Trend auf den Kanaren zu erkennen.

    Hoffen wir mal 4 Dinge
    1. die Zahlen nicht mehr steigen, sondern weiter fallen.
    2. die Reisewarnung für die Kanarischen Inseln jetzt schnell aufgehoben wird.
    3. dann auch in den Deutschen Medien (RADIO / TV / ZEITUNG etc.) darüber berichten.
    4. Urlauber dann auch wirklich wieder auf die Inseln kommen wollen.

    Auch sollten Sich die Urlauber überlegen ob Sie nicht lieber einen Individuellen Urlaub planen, Flug Auto Finca, ist sicher etwas teurer aber bestimmt auch sicherer als im Hotel.

    Für alle sollte es endlich klare und eindeutige Corona Regeln geben ( auch wenn machen Regeln aus meiner Sicht HUMBUG sind) , jedenfalls sollte allen klar sein was darf ich und was darf ich nicht, hier ist die Angst z.b. noch immer gross dass die Menschen am Strand Maske tragen müssen.

    Auch dass es ab dem 1.Nov.2020 eine Testpflicht bei der Einreise an den Flughäfen gibt und wie lange es dauert bis das Ergebnis- vorliegt.

    Die Corona Versicherung der Kanaren mit allen Vorteilen für alle Kanaren Besucher, im Falle einer Infektion auf den Kanaren sollte erwähnt werden.

    Wir Residente und auch die Verantwortlichen sollten mit gutem Beispiel vorangehen und es den Besuchern zeigen dass wir Sie wollen (besser brauchen) und wir alles zu Ihrem und unseren Schutz tun was möglich ist. Da sehe ich persönlich noch Nachholbedarf besonders an den Flughäfen entsteht bei mir der Eindruck dass AENA damit überfordert ist.

    Ich wünsche allen dass Ihr gesund bleibt und bald wieder etwas Leben auf den Inseln ist.

  8. Super, vielen Dank für die positiven Nachrichten 🙂
    Wir wollen Weihnachten gern auf Fuerte verbringen und hoffen, dass bis dahin alles weiterhin so positiv verläuft.

    Ihr erwähnt ja immer mal wieder, dass es unterschiedliche Datenquellen für die Zahlen gibt, zum einen die der Gesundheitsbehörde der Kanaren, die ihr auch in diesem Artikel zitiert habt und zum anderen die der Spanischen Gesundheitsbehörde, die andere Parameter zur Datenermittlung anwendet. Was sagen denn die Daten der spanischen Behörde aus?
    Ist die Tendenz der spanischen Gesundheitsbehörde die gleiche, wenn auch vielleicht die absoluten Zahlen differerieren?
    Und wisst Ihr, welche Datenquelle das RKI und das Auswärtige Amt in Deutschland als Basis für die Einstufung als Risikogebiet und zur Reisewarnung heranziehen?

    Liebe Grüße,
    Fuertegirl

  9. Wir sind Samstag auf Fuerte gelandet.
    Der Flug war schon ein wenig gespenstisch mit 30 Leute, aber auch gemütlich mit viel Platz.
    Hier ist alles schön und wir fühlen uns mehr wie sicher…
    Haben nur Sorge wenn wir zurück nach Deutschland fliegen… dann fliegen wir ja wahrscheinlich in ein Risikogebiet, was schon recht groß ist…
    Gibt es da was zu beachten oder kennt sich jemand damit aus…? 😅
    Sowas modernes wie der QR Code für die Reise gibt es in Deutschland ja noch nicht…

  10. Fuerteventura ist viel sicherer aus Deutschland. Keine Frage.

    Wer kann, soll sich am schnellstens einen Flug sichern und so lang wie möglich bleiben. Wenn’s geht solang bis es in Deutschland keine Corona mehr gibt!

  11. Hallo, ob diese Zahlen stimmen?
    Passt zur Urlaubszeit im Herbst und Winter.
    Corona ist aber immer noch da, also Vorsicht.
    Ohne Mundschutz und Corona komme ich gerne wieder.

  12. Ich denke nicht das Deutschland die Einstufung „Risikogebiet“ für die Kanaren zurücknimmt, solange der Wert um die 50 pendelt, vielleicht bei 15 oder 20, ganz sicher nicht jetzt!

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