Salvamar rettet 61 Personen von einer Patera und bringt sie nach Fuerteventura

Patera Gran Tarajal

Foto: Archiv

In den frühen Morgenstunden des 23.10.2020 ist der Seenotretter Mizar aus dem Hafen von Gran Tarajal ausgelaufen. Ziel war eine Patera in etwa 5 Seemeilen Entfernung südöstlich von Morro Jable.

Die Mizar nahm die 61 Personen an Bord und brachte sie in den Hafen von Gran Tarajal. Es soll sich nach Meldungen des Notfallkoodinationsdienstes der Kanaren (112) um 49 Männer und 12 Frauen gehandelt haben. Alle sollen aus Subsahara-Afrika stammen.

Diese Patera war von einen Flugzeug bei einem Aufklärungsflug gesichtet worden. Die Behörden hatten bereits seit fast einem ganzen Tag nach genau dieser Patera gesucht, da man über deren Ablegen bei El Aaiún im Morgengrauen des 22.10.2020 informiert worden war.

Ein Mann mussten wegen Dehydrierung ins Krankenhaus nach Puerto del Rosario gebracht werden.

Alle anderen Flüchtlinge werden zunächst für 72 Stunden in die Schengenhalle am Hafen von Puerto del Rosario gebracht. Dort werden sie erkennungsdienstlich behandelt.

Bis Freitag Mittag sind schon wieder 283 Personen auf die Kanaren gekommen

In Teneriffa ist ein Boot mit 195 Personen an Bord aus eigener Kraft in den Hafen von Los Christianos eingelaufen. Es wurde allerdings von einem Schiff der spanischen Seenotrettung begleitet. Unter den Passagieren befanden sich nach Angaben der kanarischen Notrufzentrale ein Baby und 18 Minderjährige.

25 Personen wurden in den Hafen nach Gran Canaria gebracht. Es handelte sich in diesem Fall um 23 Männer, 1 Frau und eine minderjährige Person. Außerdem wurden zwei weitere Personen im Morgengrauen von einer Patera gerettet und nach Gran Canaria gebracht.

Mit den 61 Personen von Fuerteventura macht das bis Freitag Mittag (23.10.2020) 283 Personen.

Diese Zahl könnte sich aber weiter erhöhen, da bei Redaktion dieses Artikels die Seenotrettung von Gran Canaria bereits wieder ausgelaufen war. Es gab wohl einen weitere Meldung von einer Patera, die sich in südlichen Gewässern von Gran Canaria befunden haben soll.

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten