Fuerteventuras ehemaliges Ausländer-Internierungszentrum soll humanitäres Aufnahmezentrum werden

Fllüchtlingslager Fuerteventura

Das ehemalige „Zentrum für die Internierung von Ausländern“ (Centro de Internamiento de Extranjeros CIE) in EL Matorral in der Nähe des Flughafens von Fuerteventura soll in Kürze als „humanitäres Aufnahmezentrum (Centro de Acogida Humanitaria) wiedereröffnet werden.

Dies berichtet die kanarische Tageszeitung Canarias7 am 16.12.2020 auf ihrer Webseite.

Die öffentliche Unternehmen Tragsa soll bereits mit den Renovierungsarbeiten begonnen haben. So wurden in den letzten Wochen unter anderem bereits eine große Anzahl von mobilen Toiletten und andere Materialien auf dem Gelände angeliefert.

Die Einrichtung soll vom Roten Kreuz betrieben werden. Das Zentrum soll eine Kapazität für rund 700 Menschen bieten.

Die Direktorin des Kabinetts des Ministeriums für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration, Elena Biurrum, und der stellvertretende Direktor, Daniel Jiménez, trafen sich in den letzten Tagen mit dem Bürgermeister der Gemeinde Puerto del Rosario, Juan Jiménez, um das Verfahren für die Wiederinbetriebnahme der Anlage zu beschleunigen.

Der Bürgermeister legte sich nicht auf ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung fest.

Eine Verlegung von Migranten von anderen Inseln nach Fuerteventura soll es zunächst nicht geben.

Unterbringung von Migranten stellt Behörden auf den Kanaren vor große Probleme

Die große Zahl von Migranten, die in diesem Jahr per Boot von Afrika auf die Kanaren gekommen sind, hat die Behörden auf den Inseln vor große Probleme gestellt.

Eigentlich ist die Versorgung und Unterbringung von Migranten Aufgabe des spanischen Staates. Die kanarischen Behörden hatten sich in den letzten Monaten immer wieder darüber beklagt, dass sie von der spanischen Regierung völlig im Stich gelassen worden sind.

Der Präsident der Inselregierung von Fuerteventura, Blas Acosta, hatte im Januar 2020 geäußert, dass Fuerteventura mit den Flüchtlingsbooten überfordert sei. Damals hatte die Zahl der Migranten, die die Kanaren per Boot erreichten, ihren Höhepunkt jedoch noch gar nicht erreicht.

Die Wiedereröffnung des CIE auf Fuerteventura wurde vom Innenministerium bereits im Januar 2020 angekündigt. Doch seitdem hat sich dort nichts getan.

Erst in 2018 war das Zentrum geschlossen worden, weil es 5 Jahre lang keinen einzigen Migranten mehr beherbergt hatte. Man nahm damals an, dass die Kapazitäten der Zentren auf Gran Canaria und Teneriffa ausreichend wären. Eine krasse Fehleinschätzung, wie sich in 2020 gezeigt hat.

Touristen auf Fuerteventura bekommen von Flüchtlingsproblem nichts mit

Auch wenn in den Medien immer wieder über das Migrationsproblem auf den Kanaren und von deren vorübergehender Unterbringung in Hotels berichtet wird, bekommen Urlauber zumindest auf Fuerteventura davon in der Regel überhaupt nichts mit. Man läuft sich im Urlaubsalltag schlichtweg nicht über den Weg.

Die Befürchtung, man könne auf Fuerteventura wegen „der vielen Flüchtlinge bald keinen Urlaub mehr machen“, sind daher völlig an den Haaren herbeigezogen.

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10 Kommentare

  1. Es gibt viele Familien die keine Arbeit und nichts zu essen haben in Fuerteventura. Flüchtlinge nehmen die haufenweise auf. Hotelunterkunft essen und sogar Zimmermädchen zur Verfügung die jeden Tag sauber machen !! Was soll das ?? Die bekommen Hilfe. Aber die die hier wohnen bekommen nichts !! Spanische Organisation !!

  2. Wen interessiert das noch – wenn ich der neuesten Eilmeldung Glauben schenken darf – und das tue ich – sind die Kanaren ab Sonntag wieder komplett Risikogebiet lt. RKI.

  3. Zweite Korrektur… Wer in Corralejo wohnt, und sich gern im Bereich zwischen Sunset Lounge und Galera Beach bewegt bekommt es sehr wohl mit!
    An unserem Haus ziehen täglich lautstark Gruppen vorbei, zweimal wurde ohne Beachtung weiterer Passanten azf den Weg gep….
    Und wer hier an Flüchtlinge wie in Moria denkt, liegt falsch.
    Es sind durchweg junge Burschen, wohlgenährt, trainiert und gut gekleidet.
    Wur jedenfalls Begrüssen die nun anstehende
    standesgemäße Unterbringung sehr!

  4. Kleine Korrektur: Wer im alten LIDL in Puerto Rosario einkauft, bekommt sehr wohl Migranten zu sehen. Weil gegenüber die Misión Cristiana Moderna die Migranten betreut, welche sich dann auch häufig in der Umgebung der Mision aufhalten.
    Aber alles kein Problem, man kann weiterhin ungestört einkaufen.

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