Polizei beschlagnahmt 360 Kilo Haschisch auf dem Weg von Fuerteventura nach Gran Canaria

Haschisch-Fuerteventura

Am Mittwoch, 11. Mai 2022, haben Beamte der Nationalpolizei 360 Kilo Haschisch beschlagnahmt, die offenbar von Fuerteventura nach Gran Canaria transportiert werden sollten.

Die Beamten nahmen den 46-jährigen Fahrer eines Kleintransporters bei einer Routinekontrolle an der Anlegestelle im Hafen von Las Palmas fest, nachdem dieser die Fähre von Fuerteventura verlassen hatte. Der Mann war der Polizei bereits wegen weiterer vorheriger Straftaten bekannt.

Wie die Obere Polizeidirektion der Kanarischen Inseln in einer Pressemitteilung bekannt gab, fanden die Polizisten bei der Kontrolle des Lieferwagens insgesamt 12 Pakete mit einem Gesamtgewicht von rund 360 Kilo. Der Fahrer war der einzige Insasse des Lieferwagens.

Welches Verhalten genau den Verdacht der Beamten bei der Routinekontrolle weckte und was sie dazu bewegte, ausgerechnet dieses Fahrzeug genauer unter die Lupe zu nehmen, gab die Polizei nicht bekannt.

Da es bei solchen Routinekontrollen immer wieder Treffer gibt, aber längst nicht alle Fahrzeuge genauer untersucht werden, scheinen die Beamten aufgrund ihrer Erfahrung einen sehr guten Blick für ihre „Kundschaft“ entwickelt zu haben.

Offenbar sind die Drogenschmuggler oft doch nicht abgebrüht genug, um jegliche äußeren Anzeichen von Nervosität zu unterdrücken.

Fuerteventura als Drehscheibe für Cannabis aus Afrika

Während Kokain, dass in kanarischen Gewässern beschlagnahmt wird, meist aus Lateinamerika stammt, kommen Haschisch und Marihuana überwiegend aus Afrika.

Da sich Fuerteventura von allen Kanarischen Inseln am dichtesten am afrikanischen Kontinent befindet, liegt es für die Schmuggler im wahrsten Sinne des Wortes nahe, die Drogen hier einzuschleusen. Außerdem lassen sich die rund 150 Kilometer lange Küstenlinie der weitgehend unbewohnten Westküste der Insel nur schwer permanent überwachen, zumal die Polizei auf Fuerteventura personell permanent dramatisch unterbesetzt ist. Deshalb nehmen die Schmuggler den kleinen Umweg auf die Westseite gerne in Kauf.

Die schnellen Schlauchboote, die zum Anlanden eingesetzt werden, sind zudem für technische Überwachungssysteme wie Radaranlagen nur schwer auszumachen.

Als Absatzmarkt dürfte Fuerteventura für solche Mengen jedoch zu klein sein. Deshalb müssen die Schmuggler die heiße Ware weiter nach Gran Canaria Transportieren, um sie entweder dort zu verkaufen oder weiter aufs Festland zu verschiffen.

Zuletzt hatte Polizei im Januar 2022 rund 1.600 Kilo Haschisch auf Fuerteventura gefunden und 6 Bandenmitglieder festgenommen.

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