Mann bei Messerangriff auf Fuerteventura verletzt

Messerangriff-Fuerteventura

Am frühen Morgen des 19. Juni 2022 wurde in Correlejo im Norden von Fuerteventura ein 30-jähriger Mann bei eine Angriff mit eine Messer verletzt.

Um 6:50h ging in der Notrufzentrale (Tel: 112) die Meldung ein, dass ein Mann in Corralejo im Gemeindegebiet von La Oliva mit einer Stichwaffe angegriffen worden ist.

Die Rettungsleitstelle sendete einen Notarztwagen zum Tatort. Der Notarzt diagnostizierte vor Ort eine Verletzung durch ein Messer am Rücken. Die Schwere der Verletzung wurde bei der ersten Diagnose als moderat eingestuft, wie die kanarische Regierung später auf ihrer Webseite bekannt gab.

Die verletzte Person wurde am Tatort erstversorgt und anschließend im Rettungswagen vom Notarzt begleitet ins Inselkrankenhaus von Fuerteventura nach Puerto del Rosario eingeliefert.

Die Gemeindepolizei und die Guardia Civil nahmen die erforderlichen Protokolle auf.

Die Polizei machte bis dato keine Angaben über den möglichen Täter und das Tatmotiv bzw. die Umstände, die zu dem Messerangriff geführt haben.

Körperverletzung im spanischen Strafrecht

Das Strafmaß für Körperverletzung richtet sich im spanischen Strafrecht nach dem Vorgehen bei der Tat und an dem Ergebnis der Tat.

Damit eine Körperverletzung überhaupt mit einer Gefängnisstrafe geahndet werden kann, muss nach Artikel 147 cp („codigo penal“) nach einer ärztlichen Erstversorgung eine weitere ärztliche oder chirurgische Behandlung für die Heilung objektiv erforderlich sein, die über eine reine Nachkontrolle des Genesungsfortschrittes hinausgeht. Die Strafandrohung liegt dann bei 3 Monaten bis 3 Jahren Gefängnis oder Geldstrafe von 6 bis 12 Monaten.

Wenn, wie im oben geschilderten Fall, eine Stich- oder Schnittverletzung im Krankenhaus von einem Chirurgen genäht werden muss, ist diese Voraussetzung sicher erfüllt.

Wer jemandem also ein blaues Auge, blaue Flecken oder ein paar Kratzer verpasst, muss also in Spanien nur mit einer Geldstrafe rechnen, immer unter der Voraussetzung, dass keine bleibenden Schäden entstehen.

Erfolgt die Körperverletzung unter Einsatz eines gefährlichen Gegenstandes oder einer Methode, die für Leib und Leben besonders gefährlich ist, liegt das Strafmaß zwischen 2 und 5 Jahren.

Dies gilt auch, wenn die Tat mit Grausamkeit oder Heimtücke verübt wurde. Ein Messerangriff in den Rücken, wie im obigen Fall, könnte unter Umständen als heimtückisch gewertet werden.

Die schwere der Bestrafung einer Körperverletzung richtet sich des weiteren nach der Schwere der Folgen für das Opfer und ggfs. nach weiteren Umständen, wie. z.B. der Beziehung zwischen Opfer und Täter (Angehörige, Schutzbefohlene, Lebenspartner…).

Notwehr in Spanien

Da über die Umstände des oben geschilderten Falls keine weitere Informationen vorliegen, ist es natürlich nicht auszuschließen, dass der Verursacher der Verletzung in Notwehr gehandelt hat.

In einer Notwehrsituation kann unter gewissen Umständen auch eine Körperverletzung gerechtfertigt und somit straffrei sein. Allerdings sind die Anforderungen an eine Notwehrsituation in Spanien deutlich strenger als z.B. in Deutschland.

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5 Kommentare

  1. Moin Moin Thomas,

    ich gebe dir in der Sache natürlich recht.
    Mit den verrückten in der Regierung, dem muss ich aber zustimmen, ob hier oder da oder sonst wo.

    Grüße aus nun wieder Hamburg

    F.W.

  2. 3 Monate aufwärts. D.h. jemand der 190 fährt und dabei keiner fliege was zuleide tut, wird erheblich härter bestraft (ab 12 Monate), als jemand der einen Menschen verletzt. Wir werden von verrückten regiert.

      • Hier steht Strafandrohung ab 3 Monate

        In dem Raserartikel ab 12 Monate

        Somit ist die mindeststrafe für Schnellfahren ohne Opfer 4 mal höher als für Körperverletzung mit Opfer

        • Wenn man natürlich Geldstrafen, Haftstrafen, gemeinnützige Arbeit und Führerscheinentzug gleichsetzt, kann man zu Deinem Schluss kommen.

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