Nach Artikel in der Fuerteventurazeitung: Promotur nimmt Empfehlung zum Baden in Cofete von Webseite

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Der Strand von Cofete an der südlichen Westküste von Fuerteventura ist zum Baden zu gefährlich. Dies wurde einmal mehr deutlich, als am 08. Juni 2022 ein 15-jähriger Deutscher genau an diesem Strand nur knapp dem Tod durch Ertrinken entgeht und per Hubschrauber ins Inselkrankenhaus nach Puerto del Rosario ausgeflogen werden muss.

Während sich die Fuerteventura-Zeitung und der gemeinnützige Verein „Canarias, 1.500km de Costas“ seit Jahren darum bemühen, über die Gefahren des Badens an der Nord- und Westküste Fuerteventuras aufzuklären, erschien es wie blanker Hohn, dass die kanarische Gesellschaft für Tourismuspromotion Promotur, die der kanarischen Regierung untersteht, auf ihrer Webseite ausgerechnet das „Baden am Strand von Cofete“ als eines der 10 Dinge ausdrücklich empfiehlt, die man auf Fuerteventura unbedingt tun sollte.

Bereits in einem Beitrag vom 19. Mai 2022 hatte die Fuerteventura-Zeitung diese Empfehlung auf der Webseite www.holaislascanarias.com von Promotur kritisiert. Das Beinahe-Unglück, das Anfang Juni einen Jugendlichen fast das Leben kostete, haben wir erneut zum Anlass genommen, um mit der für den Inhalt der Webseite zuständigen Abteilung von Promotur zu sprechen. Zum wiederholten Mal haben wir am Telefon auf den Widerspruch hingewiesen, die Strände von Costa Calma lediglich für einen Spaziergang, den Strand von Cofete dagegen zum Baden zu empfehlen. Man versprach uns, die Angelegenheit zu überprüfen.

Tatsächlich erhielten wir am Morgen des 14. Juni 2022 einen Anruf von Promotur. Die Mitarbeiterin erklärte uns, dass man das Thema besprochen habe und dass wir mit unserer Kritik völlig Recht hätten. Man habe die Inhalte der Webseite korrigiert und die Empfehlung zum Baden in Cofete von der Webseite entfernt.

Tatsächlich empfiehlt Promotur nun das „Spazierengehen (pasear) am Strand von Cofete“ und nicht mehr das Baden („bañarte“).

So hatte der Badeunfall des Jugendlichen vielleicht doch noch etwas Gutes, wenn er, wie wir Glauben, endlich den nötigen Anstoß zum Handeln gegeben hat. Wir wünschen dem jungen Mann von ganzem Herzen weiterhin gute Genesung.

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7 Kommentare

  1. Gut gemacht!
    Aber räumt doch mit der Unsitte auf, Cofete als Westseite zu titulieren. Wenn Ihr zur Mittagszeit dort am Strand steht und aufs Meer schaut, habt ihr die Sonne im Rücken, demnach ist vorne der Norden!
    Läßt sich mit einem Kompass leicht überprüfen!

    • Nun ja, es wäre sicher wesentlich irreführender, die Küste von Cofete als Nordküste zu bezeichnen, weil das dann jeder mit El Cotillo oder Corralejo verbinden würden. Wenn man ganz genau hinguckt, dann verorten wir Cofete sogar an der „südlichen Westküste“. Wenn Du an den Strandverlauf von Cofete eine Orthogonale anlegst, verläuft diese je nach Stelle nach nord-west oder nord-nord-west. Sie hat also immer ein Westkomponente. Wenn Du den südlichsten und nördlichsten Punkt der Insel mit einer Geraden verbindest, liegt Cofete westlich von dieser Inselachse. Für unsere Sprachverständnis liegen dann alle Küstenorte, die sich westlich davon befinden, an der Westseite bzw. Westküste der Insel. Es gibt auf Fuerteventura nur sehr wenige Stellen, die weiter westlich als Cofete liegen, aber sehr, sehr viele, die weiter nördlich liegen. Und noch etwas, wenn wir schon so genau sein wollen: Der „Wahre Mittag“ ist aufgrund der Definition der Zeitzone und der Sommerzeit erst ca. um 14:00h. Das ergibt jetzt im Juni eine Abweichung von pi mal Daumen von rund 30 Grad. Wir werden also Cofete weiterhin an der südlichen Westküste verorten. Der „richtige Begriff“ „nord-westlich ausgerichteter Küstenabschnitt im Süden der Insel“ wäre uns einfach zu lang 😉

  2. Gut, dass Ihr Euch da so reingehängt habt 🙂
    Vielleicht haben sie bei Promotur die beiden Strände verwechselt? Dass Costa Calma nur zum Spazierengehen empohlen wird, ist ja wirklich hanebüchen. Da haben die sich bestimmt geirrt, anders kann ich mir das nicht erklären.
    Aber gut, dass es nun korrigiert ist und dadurch vielleicht sogar Menschenleben gerettet werden.

  3. Das ist sehr erfreulich… aber.. nun liegt es in der Vernunft der Menschheit dem auch Folge zu leisten.Ich bin nicht sicher, ob sich daran gehalten wird.
    Trotzdem viel Lob an die Fuerte- Zeitung, die die Augen und Ohren immer offen hat.

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