Droht Fuerteventura der Verlust einer Blauen Flagge am Strand von Puerto Lajas?

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An insgesamt 12 Stränden auf Fuerteventura darf zurzeit die Blaue Flagge gehisst werden. Sie steht als internationales Qualitätssiegel für Sicherheit, einwandfreies Badewasser und die Erfüllung von umfangreichen Umweltstandards.

Allein in der Gemeinde Puerto del Rosario, der vielleicht am wenigsten touristisch geprägten Gemeinde auf Fuerteventura wurden drei Strände mit der Blauen Flagge ausgezeichnet.

Allerdings droht dem Strand von Puerto Lajas nördlich der Hauptstadt von Fuerteventura nun möglicherweise der Entzug der Auszeichnung. Dies kann wohl nur noch verhindert werden, wenn die Bootsbesitzer, die an diesem Strand ihre Boote lagern, zu Wasser lassen und in der Nähe des Badestrandes ankern, innerhalb von einem Monat ihr Verhalten ändern und sich an die allgemein geltenden Vorschriften halten.

Am 09. Juni 2022 hat die Gemeindeverwaltung von Puerto del Rosario die Booteigentümer mit einer öffentlichen Bekanntmachung (spanisch: „bando“) dazu aufgefordert, ihre Boote nicht mehr überall, sondern nur noch in der dazu vorgesehenen Zone („zona de varado“) zu lagern.

Die Gemeinde wies darüber hinaus darauf hin, dass alle Boote ordnungsgemäß zugelassen und registriert und in einem einwandfreien seetauglichen Zustand sein müssen.

Außerdem forderte die Gemeinde die Bootsbesitzer auf, den durch Bojen markierten Kanal zur Ein- und Ausfahrt freizulassen, um anderen Nutzern den ungehinderten Zugang zu ermöglichen, und Boote nur außerhalb des markierten Badebereiches zu ankern.

Den Bootseigentümern wurde eine Frist bis zum 09. Juli 2022 eingeräumt, um der Aufforderung nachzukommen.

Fuerteventura hat schon mehrfach Blaue Flaggen verloren

Puerto Lajas
Strand von Puerto Lajas, im Hintergrund der Stein des Anstoßes, die Boote…

Die Stiftung für Umwelterziehung, die die Blauen Flaggen vergibt, kontrolliert auch regelmäßig die Einhaltung der strengen Kriterien. Dazu entsendet sie Inspektoren an die ausgezeichneten Strände. Wenn die Kriterien nach Ansicht der Inspektoren nicht eingehalten wurden, gibt es eine Frist zur Nachbesserung. Dauern die Missstände trotzdem weiter an, wird die Auszeichnung entzogen, und die Blaue Flagge darf nicht mehr gehisst werden.

Der eventuell drohende Entzug der Blauen Flagge in Puerto Lajas wäre nicht der erste Fall dieser Art auf Fuerteventura.

Bereits im August 2021 wurde der Playa Blanca südlich der Hauptstadt die Blaue Flagge entzogen, weil die Störungen durch die Bauarbeiten an der noch nicht fertiggestellten Promenade nicht mit der Auszeichnung vereinbar waren.

Im September 2019 verlor der Strand von Tarajalejo seine Blaue Flagge, weil Toiletten, Rettungsschwimmer, Infotafeln und Bojenmarkierungen usw. fehlten.

In 2017 bezeichnete der damalige Bürgermeister von Pájara, Rafael Perdomo, die Kriterien der Blauen Flagge gar als „Tyrannei“ und kündigte an, sich in Zukunft nicht wieder darum bewerben zu wollen.

In 2022 wurden jedoch unter der Verantwortung der Gemeinderätin Dunia Álvaro (PP) vier Blaue Flaggen an Strände im Süden von Fuerteventura vergeben.

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1 Kommentar

  1. Leute wie Perdomo haben vermutlich nie kapiert, was Auszeichnungen wie die Blaue Flagge wichtig für den Tourismus sind.
    Ebenso die Bootsbesitzer, die sich nicht an die Regeln halten.

    Man gräbt sich mit diesem unverantwortlichen Verhalten das eigene Grab!

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