René Egli und Meliá: Worldcup ohne Genehmigungen hätte zivil- und strafrechtliche Konsequenzen

Melia-Rene-Egli-Fuerteventura-Worldcup

Noch am 05. Juli 2022, am selben Tag, an dem der Bürgermeister und weitere Gemeindevertreter von Pájara die Absage des Windsurfing- und Kitesurfingworldcups auf Fuerteventura für das Jahr 2022 bekannt gegeben und die Unternehmen Melia und Rene Egli dafür die Schuld zugewiesen hatten, äußerten sich die beiden Unternehmen in einer Pressemitteilung zu den Vorwürfen der Gemeinde:

„Seitens Meliá Hotels International und der Windsurfschule René Egli möchten wir den Erklärungen von Gemeindevertretern bezüglich der Absage der Ausgabe 2022 der Windsurf- und Kitesurfweltmeisterschaften entgegentreten, weil diese inexakt sind und somit zu ungerechten Schlüssen über zwei Unternehmen führen könnten, die über Jahrzehnte ihren Einsatz für Fuerteventura und deren Institutionen bewiesen haben.

Ohne die betreffenden Aussagen bewerten zu wollen und noch weniger unser Vertrauen in das Wort unserer geschätzten kommunalen Institutionen in Frage stellen zu wollen, ist es das Ziel dieser Mitteilung kein anderes, als grundsätzlich darzulegen, dass die Leitlinie unserer Treffen, die wir seit Beginn (10. Februar [2022]) abgehalten haben, auf dem Interesse unsererseits basierten, dass in diesem Jahr die Weltmeisterschaft durchgeführt wird, und dass René Egli, wie jedes Jahr, die gesamte Organisation des sportlichen Teils übernimmt. Allerdings haben wir auch seit der ersten Sitzung insistiert, dass die Erlangung aller erforderlichen Erlaubnisse und Genehmigungen für uns wichtig ist, damit wir unsere Unterschrift unter einen Kollaborationsvertrag mit der Gemeinde Pájara setzen können.

Wie wir der Gemeinde seinerzeit klar gemacht haben, und auf Anraten der Rechtsabteilung unseres Unternehmens, war es uns in Anbetracht des Fehlens der vollständigen erforderlichen und von der Verwaltung selbst geforderten Genehmigungen, (konkret die der Küsten- und Hafenbehörde), unmöglich, den Vertrag mit der Gemeinde zu unterschreiben. Wie die Gemeindeverwaltung weiß, kann unser Unternehmen gegenüber den internationalen Sportverbänden, die die Lizenzgeber für die Durchführung von Meisterschaften sind, keine Verpflichtung eingehen, zumal dies erhebliche finanzielle Ausgaben erforderte, die unwiederbringlich sind, falls nicht alle Genehmigungen vorliegen und die Meisterschaft deshalb nicht durchgeführt werden kann.

Über das oben erklärte möchten wir klarstellen, dass die Durchführung der Meisterschaften, ohne bereits über die oben genannten Genehmigungen zu verfügen, wie es von den Gemeindevertretern suggeriert wurde, nicht nur eine Ordnungswidrigkeit darstellt, sondern darüber hinaus schwere zivil- und strafrechtliche Konsequenzen im Falle irgendeiner möglichen Eventualität nach sich ziehen würde.

Daher möchten wir vor allem erklären, dass wir sehr enttäuscht sind über die Entscheidung, den Windsurfing- und Kitesurfing Worldcup 2022 auf Fuerteventura abzusagen.

Wir möchten den Verbänden PWA und GKA unsere besonderen Dank ausdrücken für ihr Verständnis, ihre Unterstützung, ihre Loyalität und ihre Bereitschaft in dem gesamten Prozess. Noch am vergangenen Montag hatten wir der Gemeinde Pájara einen letzten Vorschlag der PWA übermittelt, der darauf basierte, das Event um einige Tage zu verschieben, um zu versuchen, so Zeit zu gewinnen, damit alle notwendigen Genehmigungen eingehen können, und den Vertrag dann unterschreiben zu können, sodass alle Beteiligten Zeit gehabt hätten, um alles zu organisieren. Auf diesen Vorschlag haben wir keine Antwort erhalten.

Auf der andere Seite weisen wir den Vorwurf zurück, dass Meliá oder René Egli jegliche Anstrengung unterlassen hätte, zu versuchen, wieder eine Veranstaltung zu organisieren, die von uns so sehr ersehnt ist wie die Windsurf- und Kitesurfweltmeisterschaften. Die Unterstellung mangelnden Interesses oder Sorgfalt unsererseits, oder gar fehlenden Vertrauens in die Gemeinde, die 34 Jahre lang, nur unterbrochen durch die Pandemie, unser Verbündeter […] war, ist uns fremd und unverständlich.

Trotz möglicher Missverständnisse reichen wir unsere Hand und stellen und der Gemeinde Pájara zur Verfügung, um die Situation zu klären und, egal ob noch in diesem oder im nächsten Jahr, mit ausreichendem Vorlauf die Tätigkeiten wieder zu aktivieren, um diese Umstände in der Zukunft zu vermeiden.

Übersetzung des Wortlauts der Pressemitteilung von Meliá

Die Erklärungen der Gemeindevertreter, auf die sich diese Pressemitteilung bezieht, findet Ihr in diesem Beitrag.

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12 Kommentare

  1. Kafkas Schloss gelesen ? Die zustaendige Behoerde Costa kommt noch sus der Zeit General Franco und hat neuen Chef. Und der raeumt mal die Straende von Sonnenliegen, Surfstatione.

    • Wie kann man nur aus dem Brustton der Überzeugung so einen Quark von sich geben? Das spanische Küstengesetz datiert aus dem Jahr 1988. Die „Dirección General de Costas“ wurde erst 1991 eingerichtet. Franco starb im Jahr 1975!

  2. Vögel die ein Surfbrett vor den Kopf bekommen ? Die Küste kann man nicht genießen wegen den Surfern und anhängig vom Wasserstand sieht man Surfer bis an die Costa Calma. Die Details nicht kennen, aber Hauptsache mal einen Kommentar schreiben. Sorry, wieviel muss man Rauchen um so einen Unfug zu verfassen.

  3. Wahrscheinlich waren die “ Präsente“ für die Verantwortlichen Gemeinde Funktionäre zu klein !! Korruption und Vetternwirtschsft gibt es doch schon seit 40 Jahren und wahrscheinlich länger ! So lange mach ich schon Urlaub auf Fuerte und es scheint sich leider nichts zu bessern !!!

  4. Ohne die Details zu kennen oder lesen zu wollen: Die Surferei etc. hat da in den letzten Jahren schon ganz schön überhand genommen! Man kann diese schöne Küste kaum mehr genießen. Bei entsprechendem Wasserstand sind Surfer etc. bis Costa Calma zu sehen, soweit das Auge reicht. Und gerade der Bereich Sotavento, dort sind/waren viele Vögel, die allerdings jetzt vertrieben werden bzw. ein Surfbrett vor den Kopf bekommen. Die Absage eines solch wichtigen Events finde ich allerdings auch nicht. Aber man kannte ja die Regeln vorher und wenn man diese nicht erfüllt und alles einfach mal abwartet, muss man sich nicht wundern.

    • Wenn ich deinen Beitrag lese, habe ich schon den Eindruck, dass du vielleicht schon mal ein Surfbrett vor den Kopf bekommen hast? Wen surfer auf einer Wassersport Insel stören, der braucht Hilfe.

  5. … klingt irgendwie nicht danach, als ob Egli plötzlich keinen Bock mehr hat, oder?

    Nicht, dass es vielleicht am Ende doch die Behörden sind, die es verkackt haben…kaum denkbar eigentlich….wo doch sonst alles wie geschmiert läuft?

    • hier wurde halt zu wenig geschmiert

      Die Melia Leute, wenn ich da dabei wäre, hätte ich mal bei der Hafen und Küsten Behörden angerufen, warum genau die Lizenzen fehlen. Das wäre peinlich für Pajara geworden, wetten? Wahrscheinlich wurde das vergessen zu beantragen weil die zuständige Dame im Mutterschutz Urlaub war oder so was in der Art haha

  6. Schade dass Egli und Melia ihr Statement in vornehmer Zurückhaltung verfasst haben. 🙁
    Die Sesselfurzer der Verwaltungen gehören richtig abgewatscht, auch wenn’s nix hilft 🙂

  7. „rechtliche Konsequenzen“ interessieren doch Herrn Armas und sein Gefolge nicht. Pajara macht seine eigenen Gesetze. Herr Armas ist das Gesetz.

  8. Typische Antwort, die von Juristen verfasst wurde. Inhaltlich bin ich aber dabei und fühle mich bestätigt, dass die absolute Unfähigkeit der Behörde für das Desaster verantwortlich ist.

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