Rohrbruch in Costa Calma: Einwohner in Cañada de Rio bald wieder ohne Wasser?

Rohrbruch-Costa-Calma-Fuerteventura

Seit dem 10 Juni 2022 ist die Straße Avenida Jahn Reisen vor dem SBH Hotel Monica Beach im Ortsteil Cañada del Rio von Costa Calma nass. Natürlich hat es auf Fuerteventura jetzt im Hochsommer nicht geregnet. Grund für die riesige Pfütze ist vielmehr ein Schaden an der unter der Straße verlegten Wasserleitung.

Wie das spanische Digitalmedium DiariodeFuerteventura auf seiner Webseite berichtet, soll der Erschließungsträger der ehemaligen Urbanisation Cañada del Rio, das Unternehmen FuertCan, ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben haben. Danach soll aufgrund des sandigen Bodens an der Schadstelle die Gefahr bestehen, dass durch das wegfließende Wasser der Untergrund ausgewaschen und Fundamente von angrenzenden Gebäuden beschädigt werden könnten. Außerdem könnte das Wasser in die ebenfalls im Boden verlegten Elektroleitungen eindringen und somit eine Gefahr für Leib und Leben von Menschen verursachen.

Um die Sicherheit und Gesundheit zu gewährleisten, müsse laut Gutachten das Wasser auf dem Leitungsabschnitt von demjenigen, wer auch immer dafür verantwortlich sei, abgestellt werden, um die anschließenden Reparaturarbeiten auszuführen. Dies sei außerdem auch in der Gemeindeverordnung zur Wasserversorgung so vorgesehen.

Durch das Abstellen werde die Leitung außer Betrieb gesetzt, bis der Schaden repariert, die Leitungen entlüftet und wieder unter Druck gesetzt sind und bis die Wasserzähler der betroffenen Abnehmer überprüft sind.

Das Gutachten soll das Datum vom 18. Juli 2022 tragen.

Rund 390 Kubikmeter Wasser pro Tag versickern in Costa Calma

Nach Angaben von Diario de Fuerteventura sollen täglich an dieser schadhaften Leitung rund 390 Kubikmeter Wasser im Boden versickern.

Das Unternehmen FuertCan soll DiarioDeFuerteventura gegenüber geäußert haben, dass man „am Montag oder Dienstag“ die betroffene Leitung abklemmen werde. Für die Einwohner von Cañada de Rio, die nicht über eigenen Wasserspeicher an ihren Häusern oder Wohnanlagen verfügen, dürfte dies wieder einmal bedeuten, dass sie voraussichtlich für mehrere Tage kein fließendes Wasser haben werden.

Im September 2021 hatte ein Gericht festgestellt, dass die Gemeinde Pájara verpflichtet ist, für die grundlegende Versorgung mit Infrastruktur in Cañada del Rio zu sorgen.

Hotels in Costa Calma sind von der Wasserproblematik übrigens nicht betroffen, da diese über eigene Wasserspeicher besitzen, die bei Bedarf auch mit Tankwagen befüllt werden können.

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4 Kommentare

  1. Wenn soviel versickert müsste doch ein super Grundwasserspiegel da sein. Vielleicht einfach Brunnen bohren, Wasser marsch!

  2. Was man in Pájara am besten kann sind Schuldzuweisungen. Immer ist ein anderer schuld an der Misere. Um Lösungen zu finden müsste man sich an einen Tisch setzen und zum Wohl det Bürger entscheiden. Aber hier werden erst einmal persönliche Befindlichkeiten in den Vordergrund gestellt.
    Selbst Gerichtsentscheide werden ignoriert. „Volksvertreter“ ist ein Fremdwort für diese Menschen.

  3. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja darüber lachen. Ob des skandalösen Unwillens mehrerer Verantwortlicher das Problem grundlegend zu lösen. Aber, die Regeln, Maßstäbe und wohl auch die Mentalität sind wie sie sind. Man regt sich auf und lässt es dabei. Ähnlichkeiten mit dem Versagen offizieller Stellen hier wie dort sind vielleicht auch nur zufällig. Ohne Eigeninitiative keine Lösung.

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