Flughafen Fuerteventura bietet spezielle Toiletten für Stoma-Patienten

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Ein Serviceplus für unbeschwertes Reisen ist auf dem Flughafen von Fuerteventura hinzugekommen: Toiletten, die den speziellen Bedürfnissen für Menschen mit einem Stoma gerecht werden.

Der Begriff Stoma leitet sich vom altgriechischen „stóma“ (auf deutsch „Mündung“ oder „Öffnung“) ab, und steht in der Medizin für eine künstliche Körperöffnung wie einem bleibenden Luftröhrenschnitt sowie für einen künstlichen Magen-, Darm-, oder Blasenausgang zur Stuhl- und Urinableitung.

Die Ursachen für eine Stoma Operation sind vielfältig: Bei Krebspatienten kann sie wegen eines Tumors im Darm, in der Blase oder in den Atemwegen notwendig sein, aber auch bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, bei Infektionen oder nach Unfällen.

Das Stoma ist also eine meist lebensrettende medizinische Maßnahme, die auf der einen Seite die Lebensqualität der Betroffenen wiederherstellen, auf der anderen das tägliche Leben jedoch erschweren kann.

Nach Schätzungen des Verbands der Stoma-Betroffenen in Spanien, der Federación de Asociaciones de Personas Ostomizadas de España (FAPOE), leben in Spanien etwa 200.000 Menschen mit einem Sammelbeutel, laut des Stoma-Verbands auf Teneriffa, der Asociación de Ostomizados de Tenerife (AOTEN), sind es allein auf den kanarischen Inseln mehr als 3.200 Menschen.

Stoma Toilette Flughafen Fuerteventura
Flughafen Fuerteventura bietet spezielle Toiletten für Stoma-Patienten 4

Die Betroffenen, deren Durchschnittsalter zwischen 45 und 55 Jahren liegt, sind im Alltag ständig darauf angewiesen, eine Toilette in erreichbarer Nähe zu haben, auf der sie möglichst unkompliziert den Beutel entleeren und säubern können. Ihre Bewegungsfreiheit ist also erheblich eingeschränkt und vor allem Reisen können zum Problem werden.

Um dem entgegenzuwirken hat die Flughafenbetreibergesellschaft AENA nun in den Ankunfts- und Wartebereichen der acht kanarischen Inselflughäfen insgesamt 20 PMR-Toiletten für Menschen mit eingeschränkter Mobilität (Personas con Movilidad Reducida, kurz PMR) eingerichtet, die den Bedürfnissen von Stoma Betroffenen gerecht werden. Diese Räumlichkeiten verfügen über eine Sanitäreinrichtung in Stehhöhe, eine Spülvorrichtung mit flexiblem Wasserschlauch und Brausekopf, einen Seifen- und Papierspender, sowie über mehrere Haken für Taschen, Kleidungsstücke oder sonstige Utensilien.

Auf dem Flughafen Fuerteventura wurde eine dieser speziellen PRM-Toiletten im Check-in-Bereich neben der Apotheke installiert, eine andere in der Abflughalle auf der ersten Etage neben dem Restaurant Burger King. Entsprechende Hinweisschilder zeigen den Weg.

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10 Kommentare

  1. Super Sache, daran sollten sich einige deutsche Flughäfen mal ein Beispiel nehmen.
    Ich hoffe doch sehr, dass jetzt niemand das als links-grün-versiffte und völlig unnötige „Woke-Aktion“ abwertet.

    • Ich hoffe doch sehr, dass jetzt niemand das als links-grün-versiffte und völlig unnötige „Woke-Aktion“ abwertet.

      Dieser Satz war mehr als unnötig…..Und du wunderst dich das alle draufkloppen….hast ein Spiegel ?

      • @F.W.:

        „Dieser Satz war mehr als unnötig…“
        Finde ich nicht!
        Denn in meinen Augen tummeln sich hier einige, die etwas gegen links-grünes und „wokes“ Gutmenschentum haben und die dieses Getue um Berücksichtigung von Minderheiten einfach nur nervig finden.

        Die dürfen natürlich ihre Meinung haben und sie hier selbstverständlich auch äußern, Meinungsfreiheit sei dank.
        Aber das bedeutet nicht, dass ihre Meinung unwidersprochen bleiben muss 😉

        „Und du wunderst dich das alle draufkloppen“
        Ich wundere mich zumindest nicht darüber, falls jemand mir widerspricht. Wie kommst Du darauf?

        „hast ein Spiegel ?“
        Hast Du denn einen? 😉 Wer von Draufkloppen spricht, statt inhaltlich diskutieren zu können, scheint nicht gern selbst in den Spiegel zu schauen.

  2. Eine tolle Sache auch wenn ich ebenfalls kein Stoma Patient bin.
    Was ich ebenfalls am Flughafen von Rosario super finde ist die Toilette für Herrchen samt Hund in der Abflughalle! Auch wenn ich kein Hundebesitzer bin.

  3. Moin Moin, ich bin zwar nicht betroffen, aber finde das natürlich klasse, der ganze Flughafen gibt ein tolles Bild ab, die Sauberkeit der Toiletten, die Sauberkeit auf dem Gelände vorbildlich.
    Schon von der Ankunft, ruckzuck ist der Koffer da, beim Abflug klappt alle fantastisch.
    Ich fliege von Hamburg, seit Jahren dreckig, Toiletten eine Zumutung, das Angebot an Speisen und Getränken lässt stark zu wünschen übrig, Gepäck nach Landung kann schon mal mehr als eine Std dauern. Setzen 6.

    Fuerte hat eine glatte 1 + verdient.

    • Bin gerade wieder nach Deutschland zurückgekehrt und kann mich der Meinung von F.W. nur anschließen! Es freut mich sehr, dass jetzt auch an die vielen Stoma-Patienten gedacht wird. Meine Schwester ist eine davon und versucht, ein möglichst freies und normales Leben zu führen. Aber es ist leider, gerade in Deutschland, noch vieles eben nicht normal. Mir persönlich ist aufgefallen, dass es auch erschreckend wenig günstiges Trinkwasser an den Flughäfen im Ducherheitsbeteich gibt. Auch hier ist Fuerteventura mit 1.-€ pro Flasche am Automaten Spitze!

  4. was für eine gute Nachricht, ganz großen Dank an die Initiatoren
    bin selbst Stoma Träger und hatte nach jeder Landung Mühe einen Platz für mein Anliegen zu finden.
    Wäre schön wenn das Schule machen würde( auch bei uns)
    nochmals herzlichen Dank „Daumen hoch“

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