Teile von Costa Calma im Süden von Fuerteventura wieder ohne Wasserversorgung

Wasserproblem-Costa-Calma-Fuerteventura

Seit dem Morgen des 13. Dezember 2022 sind wieder zahlreiche Haushalte in Cañada del Rio, einem Ortsteil von Costa Calma im Süden von Fuerteventura, ohne Wasser.

Wie uns Quellen aus der Gemeinde Pájara mitteilten, ist vermutlich erneut die Pumpstation in der Nähe des Hotels Costa Calma Palace überflutet worden, nachdem die Schwimmschalter versagt haben. Die Schadensursache könnte also dieselbe sein wie Ende Mai 2022. Damals mussten rund 1.000 Einwohner von Cañada de Rio 5 Tage lang ohne Wasser auskommen, bis eine neue Pumpe installiert und die Wasserversorgung wieder hergestellt war.

Diesmal soll eine geeignete Ersatzpumpe wohl bereits auf Fuerteventura zur Verfügung stehen. Das Unternehmen Canaragua wird voraussichtlich die Reparatur durchführen, sobald sie Zugang zur Pumpenstation hat.

Die Probleme mit der Wasserversorgung entwickelte sich für die Einwohner von Cañada del Rio zu einer unendlichen Geschichte.

Die Wurzel allen Übels ist ein seit Jahren schwelender Streit zwischen der Gemeinde Pájara und dem Unternehmen FuertCan bzw. dessen Geschäftsführers Gregorio Pérez über die Zuständigkeit für die Wartung und und Instandhaltung der Infrastruktur einschließlich der Wasserversorgung der ehemals privat initiierten Urbanisation Cañada de Rio.

Bereits in 2021 hatte ein Gericht rechtskräftig entschieden, dass die Verantwortung für die Wasserversorgung und sonstige grundlegende Infrastruktur durch die stillschweigende Übernahme der Urbanisation auf die Gemeinde Pájara übergegangen ist.

Dennoch schieben sich Gemeinde und Unternehmen trotz des Urteils immer noch gegenseitig die Verantwortung zu und berufen sich immer wieder auf formale Gründe, wegen derer eine endgültige Lösung immer noch nicht gefunden wurde.

Mitverschulden der Betroffenen

Die Bauvorschriften auf Fuerteventura bestimmen, dass jeder Haushalt über eine ausreichende Wasserreserve für 72 Stunden verfügen muss. Viele Hauseigentümer und Eigentümergemeinschaften haben sich jedoch in der Vergangenheit die Kosten für die Installation und die Wartung von Reservetanks gespart. In einigen Anlagen wurde vorhandene Wasserspeicher in der Vergangenheit sogar stillgelegt und Pumpen abgebaut.

Glücklich sind angesichts der jüngsten Unterbrechung der Wasserversorgung zurzeit diejenigen Eigentümer in Costa Calma, die ihre Hausaufgaben gemacht und und ausreichende Reservetanks installiert bzw. reaktiviert haben.

Urlauber in den Hotels in Costa Calma sind von den Problemen bei der Wasserversorgung übrigens nicht betroffen. Die Hotels verfügen über ausreichend dimensionierte Reserven oder gar eigenen Entsalzungsanlagen.

Wer eine Ferienwohnung im Ortsteil Cañada de Rio von Costa Calma gebucht hat, sollte sich dagegen vom Vermieter bestätigen lassen, dass die gewählte Wohnung über die vorgeschriebenen Reservetanks verfügt und so nicht von unterbrochenen Wasserlieferungen betroffen ist.

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4 Kommentare

  1. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Der Inhalt des Tanks auf meinem Dach sollte für diese besagten 72 Stunden ausreichen. Es ist und bleibt eine Notlösung, da die Anlage an die baulichen Gegebenheiten angeschlossen werden musste. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber ein normaler Betrieb ist nicht möglich. Ein erforderlicher Umbau ist unverhältnismäßig, zumal das eigentliche Problem nicht bei mir, in meinem Haus oder auf meinem Grundstück liegt. Verbockt wurde die Angelegenheit sicherlich in der Bauphase des Hauses, das liegt weit vor meiner Zeit.
    Mich stört diese Sorglosigkeit, mit der anscheinend das teure Material und Geräte zerstört werden. Diese Kosten werden selbstverständlich auf die Kunden umgelegt, und zwar auf alle Kunden. Auch die Kunden, die keine Versorgungsprobleme haben, zahlen früher oder später. Der Unternehmer, wenn er zuständig sein sollte, wird es nicht von seinem Gewinn bezahlen. Die Kommune, falls die zuständig ist, wird es aus Steuereinnahmen begleichen müssen.
    Sollte vielleicht eine technische Verbesserung die Lösung sein? Ein dritter oder vierter Schwimmerschalter? Eine Notabschaltung, bevor die Pumpe absäuft? Oder ist es einfach nur ein menschliches Versagen, dass sich nicht mit Schwimmerschalter lösen lässt?

  2. Klar müssen die Hauseigentümer fur entsprechende Reserve sorgen. Es kann aber nicht sein, dass hier auf dem Rücken der Bevölkerung ein „Kleinkrieg“ zwischen zwei Egomanen ausgetragen wird. Die Herren Pérez und der Bürgermeister sollen sich doch einfach in einem Boxring treffen ihre Unstimmigkeiten ausräumen.
    Was ausserdem zu denken gibt, ist die kaputte Pumpe, die ja bekanntlich erst vor wenigen Monaten installiert wurde. War die Qualität so schlecht und wie ist es mit der Garantie?

    • Der Kleinkrieg zwischen den 2 Parteien dauert leider schon seit Jahren an und die Auswirkungen haben sich in den letzten Jahren noch deutlicher gezeigt. Keine Gemeinde auf Fuerteventura präsentiert sich m.M. nachso heruntergekommen wie Costa Calma … und dies zu Lasten der Bevölkerung und der Touristen …

      • Genau da liegt „der Hund begraben“. Fur Pájara existiert die costa calma nur so nebenbei. Zwei Beispiele die nach meiner Meinung bezeichnend sind.
        1. Vor Monaten wurde die Reinigung des „Wäldchens“ beschlossen. Ein paar Palmen wurden aufgeräumt und nach ein paar Tagen war dann Schluss.
        2. Wurde vor ein paar Tagen beschlossen in verschiedenen Teilen der Gemeinde die Straßen zu reparieren. In allen Aufzählungen welche Stadtteile betroffen sind fehlte wieder die costa calma. Obwohl der Zustand der Straßen an der Costa Calma katastrophal sind.

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