Gemeinde Pájara stellt 3 Grundstücke für 12 Sozialwohnungen im Süden von Fuerteventura bereit

Morro-Jable

Wer auf Fuerteventura eine Mietwohnung suchen muss, weiß, wie schwierig sich diese Aufgabe zurzeit gestaltet. Es gibt kaum freie Wohnungen; und schon gar keine für Normalverdiener bezahlbaren.

Ein äußerst knappes Angebot trifft auf eine riesige Nachfrage. Die Bevölkerung auf Fuerteventura wächst. Junge Menschen wollen sich emanzipierten und das Elternhaus verlassen. Auf der anderen Seite vergraulen ein vermieterfeindliches Mietrecht, die Rechtsunsicherheit der Bebauungspläne und die äußerst langwierige Erteilung von Baugenehmigungen auch noch den letzten potentiellen Investor, der ansonsten vieleicht bereit wäre, Mietwohnungen zu bauen. Auch sozialer Wohnungsbau ist auf Fuerteventura seit fast zwei Jahrzehnten praktisch inexistent.

Als die Gemeinde Pájara im September 2023 bekannt gab, dass der Gemeinderat den neuen Bebauungsplan zumindest teilweise verabschiedet hatte, keimte zumindest ein wenig Hoffnung auf, dass der Wohnungsbau in der südlichsten Gemeinde von Fuerteventura etwas an Fahrt gewinnen könnte.

Doch schon bald folgte die Nachricht, die eigentlich kommen musste. Die Grundstückseigentümer des Erschließungsgebietes „La Lajita 2000“ haben angekündigt, dass sie gegen den Bebauungsplan Klage einreichen werden. Dabei hätten gerade in La Lajita eine sehr signifikante Zahl von Wohnungen entstehen können, die wirklich einen Einfluss auf die Verfügbarkeit von günstigeren Wohnungen hätten haben können. Nun werden dort wohl in absehbarer Zeit keine Wohnen gebaut werden, solange die Mühlen der Justiz mahlen.

Tropfen auf den heißen Stein

Am 21. März 2024 hat der Gemeinderat von Pájara einstimmig beschlossen, drei Grundstücke im Barranco del Ciervo in Morro Jable an das Kanarische Wohngsinstitut zu übertragen.

Die dre Grundstücke haben zusammen eine Fläche von etwa 640 Quadratmeter, auf denen rund zwölf Sozialwohnungen gebaut werden können.

Der erste stellvertretende Bürgermeister und Gemeinderat für Stadtplanung, Alexis Alonso, betont „die Bedeutung der Arbeit, die in dieser Amtszeit geleistet wird, um einerseits den Wohnungsbau zu erleichtern und andererseits Investitionen in der Gemeinde sowie öffentliche Infrastrukturen voranzutreiben, die in den kommenden Jahren einen erheblichen Fortschritt bringen werden“.

Die Gemeinderätin für Wohnen, Eva Sánchez, hält es für wichtig, dass „Pájara weiterhin Möglichkeiten schafft, Grundstücke zu übertragen und andererseits weitere Wohnungen in der Gemeinde zu bauen, da Investoren bereit sind, diese Wohnungen zu erschwinglichen Preisen anzubieten“.

Bürgermeister Alejandro Jorge lobte die „großartige Arbeit, die die Techniker unserer Gemeinde geleistet haben, damit wir in dieser Gemeinderatssitzung diese Grundstücke zur Verfügung stellen konnten, was den Bau von etwa zwölf Wohnungen ermöglichen wird und die Wohnungssuche in der Gemeinde erleichtert“.

Bis diese 12 Wohnungen tatsächlich bezugsfertig sind, dürften wohl kaum weniger als 5 Jahre vergehen. Schließlich müssen sowohl die Planung als auch die Bauausführung öffentlich ausgeschrieben werden, und dann müssen die Baugenehmigung erteilt und die Wohnungen ja auch noch gebaut werden.

Eine echte Lösung der Wohnungsknappheit ist durch diese Maßnahme wohl nicht zu erwarten.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

843d0059e8154216a405b87a908ed13b
https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/ banner 300x250 Bestimme den Lohn

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura Nachrichten