Das einjährige Mädchen, das am 15. Juni 2026 in einer Ferienunterkunft in Lajares in der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura beinahe ertrunken war, ist verstorben. Dies teilte die Organisation Canarias, 1.500 Km de Costa in einem Beitrag in den sozialen Medien mit.
Das britische Kind hatte nach dem Badeunfall eine Woche lang auf der Kinderintensivstation des Universitätskrankenhauses Hospital Universitario Materno Infantil auf Gran Canaria um sein Leben gekämpft. Nach Angaben der Organisation gelang es dem medizinischen Team trotz aller Bemühungen nicht, die schweren Schäden rückgängig zu machen, die durch den längeren Sauerstoffmangel nach dem Untertauchen entstanden waren.
Kind wurde regungslos im Pool gefunden
Der Unfall ereignete sich am Morgen des 15. Juni 2026 kurz vor 9.00 Uhr in einer Ferienunterkunft in Lajares. Das Mädchen britischer Staatsangehörigkeit wurde im Swimmingpool treibend aufgefunden und hatte bereits einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten.
Nach dem Notruf beim Koordinationszentrum für Notfälle und Sicherheit der Kanaren CECOES 112 wurden zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Vor Ort waren unter anderem die Gemeindepolizei von La Oliva, die Guardia Civil, die Feuerwehr von La Oliva, Einsatzkräfte des Kanarischen Gesundheitsdienstes Servicio Canario de la Salud, mehrere Rettungswagen, Freiwillige des Katastrophenschutzes Protección Civil sowie der medizinisch ausgestattete Rettungshubschrauber des Kanarischen Rettungsdienstes SUC im Einsatz.
Wiederbelebung zunächst erfolgreich
Als die ersten medizinischen Einsatzkräfte eintrafen, wurden bereits Wiederbelebungsmaßnahmen an dem Kind durchgeführt. Anschließend übernahmen Ärzte und Rettungskräfte die erweiterte Reanimation. Es gelang ihnen, die Vitalfunktionen des Mädchens wiederherzustellen und den Herzstillstand zu überwinden.
Nach der Stabilisierung wurde das Kind zunächst mit einem Krankenwagen zum Fußballplatz von Lajares gebracht. Von dort aus erfolgte der Weitertransport mit dem Rettungshubschrauber nach Gran Canaria, wo das Mädchen in das Universitätskrankenhaus Hospital Universitario Materno Infantil eingeliefert wurde. Aufgrund der Schwere des Vorfalls war eine Behandlung in einem spezialisierten Krankehaus erforderlich.
Schwere Folgen des Badeunfalls
Trotz intensiver medizinischer Behandlung auf der Kinderintensivstation des Universitätskrankenhauses Hospital Universitario Materno Infantil konnte der Gesundheitszustand des Kindes nicht entscheidend verbessert werden. Nach Angaben der Organisation „Canarias, 1.500 Km de Costa“ waren die durch den Sauerstoffmangel verursachten Schäden zu schwerwiegend, um noch rückgängig gemacht zu werden.
Die Organisation sprach den Eltern und Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Präsident Sebastián Quintana erklärte: „Mit tiefem Schmerz senden wir den Eltern und der gesamten Familie unser Beileid.“
Gleichzeitig nutzte Quintana den tragischen Vorfall, um erneut auf die Gefahren von Badeunfällen bei Kleinkindern aufmerksam zu machen. Er erinnerte Eltern daran, Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt zu lassen und möglichst gemeinsam mit ihnen ins Wasser zu gehen.
Badeunfälle bei Kleinkindern oft lautlos
Organisationen zur Prävention von Ertrinkungsunfällen weisen regelmäßig darauf hin, dass bereits wenige Sekunden der Unaufmerksamkeit ausreichen können, damit Kleinkinder in Pools, an Stränden oder anderen Gewässern in Lebensgefahr geraten. Besonders bei kleinen Kindern verlaufen solche Unfälle häufig lautlos und ohne die typischen Hilferufe, die viele Menschen erwarten.
Der Vorfall in Lajares hat auf Fuerteventura große Anteilnahme ausgelöst. Nach dem Rettungseinsatz am 15. Juni 2026 hatten viele Menschen auf eine Erholung des Kindes gehofft. Eine Woche später bestätigte sich jedoch, dass das einjährige Mädchen die Folgen des Badeunfalls nicht überlebt hat.
Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link: