Grundsätzlich gehört Fuerteventura nach wie vor wohl zu den sichersten Reisezielen. Das Risiko, hier Opfer einer Straftat zu werden, dürfte wesentlich geringer sein, als in den meisten Herkunftsregionen unserer Urlauber.
Dennoch berichtete die Fuerteventura-Zeitung vor rund einem Jahr, am 23. Mai 2025, dass die Opposition in Pájara ein Maßnahmenpaket wegen steigender Kriminalität forderte. Damit sollte die Gemeinderegierung auf die „alarmierenden“ Kriminalitätszahlen reagieren.
Laut offizieller Kriminalitätsstatistik des spanischen Innenministeriums war die Zahl der Straftaten im ersten Quartal 2025 in der Gemeinde Pájara um 40,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, von 323 auf 454 Straftaten.
Abnahme der Kriminalität im 1. Quartal 2026
Laut neuester Zahlen des Innenministeriums ist die Zahl der Straftaten im ersten Quartal 2026 in Pájara von 455 auf 380, also um 16,5% gesunken.
Das wäre eine sehr erfreuliche Entwicklung, und es wird sicher nicht lange dauern, bis die verantwortlichen Politiker sich dies als Erfolg ihrer Arbeit auf die Fahne schreiben. Schließlich stehen im Mai 2027 Kommunal- und Regionalwahlen an. Da ist eine positive Kriminalitätsentwicklung natürlich sehr willkommen.
Zweifel an Vollständigkeit der Zahlen
Betrachtet man die Zahlen genauer, dann entstehen zwangsläufig Zweifel an deren Vollständigkeit. Natürlich kann das Innenministerium nur Straftaten berücksichtigen, wenn diese zur Anzeige gebracht werden und diese Anzeigen auch an die Stelle übermittelt werden, die sie anschließend statistisch erfasst.
Laut Statistik des Innenministeriums wurden im ersten Quartal 2026 in Pájara insgesamt lediglich 5 Einbruchdiebstähle angezeigt (Ziffer 7 in der Statistik). Im 1. Quartal 2025 waren es noch 10.
Laut Ziffer 7.1 handelte es sich in allen 5 Fällen um Einbrüche in Wohnungen (domicilios). Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass im 1. Quartal 2026 kein einziger Einbruch in einem Hotel oder einer sonstigen Einrichtung (establecimientos y otras instalaciones) zur Anzeige gebracht wurde.
Tatsächlich hat die Fuerteventurazeitung im ersten Quartal 2026 selten über Einbrüche im Süden von Fuerteventura berichtet, da es von offizieller Seite kaum Pressemitteilungen über solche Fälle gab.
Allerdings haben wir am 16. April 2026, basierend auf einer Pressemitteilung der Guardia Civil, über die Festnahme von zwei Personen berichtet, die für 7 Hoteleinbrüche in der Gemeinde Pájara verantwortlich gemacht wurden. Die Ermittlungen begannen im Januar 2026, nachdem mehrere Anzeigen eingegangen waren. Sollte wirklich kein einziger dieser Einbrüche im Zeitraum vom 1.1.2026 bis 31.03.2026 stattgefunden haben? Oder wurden diese Fälle nicht in der Statistik berücksichtigt? Wir werden dieser Frage nachgehen.
Wie viele Einbruchsopfer gab es wirklich?
Wurden im 1. Quartal 2026 in Pájara tatsächlich nur 5 Einbruchdiebstähle verübt? Waren das wirklich alles nur Wohnungseinbrüche?
Gab es keinen einzigen Einbruch in ein Hotelzimmer und keinen einzigen Einbruch in eine Gaststätte oder ein Ladengeschäft?
Wer sollte es besser wissen, als die Opfer, die wegen einer solchen Straftat Anzeige erstattet haben?
Wenn Du selbst Opfer eines Einbruchs im Süden von Fuerteventura (Gemeinde Pájara) im Zeitraum vom 1.1. bis 31.3.2026 geworden bist, kontaktiere bitte die Redaktion per Email (info@fuertezeitung.de) oder whatsapp (0034 619 37 47 49)
Bitte füge deiner Nachricht eine Kopie der Anzeige (z.B. als Foto oder Scan) bei. Wir werden die Daten natürlich vertraulich behandeln.
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