Anzeichen für Abschwächung der Rezession in Spanien

Für Spaniens Wirtschaft gibt es erste Anzeichen für eine Abschwächung der Rezession. Dies zeigt der Bericht der „Banco de España“ für das dritte Quartal 2009. Im dritten Quartal ist das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) um 0,4% gegenüber dem 2. Quartal zurückgegangen, was den geringsten Rückgang seit Beginn der Wirtschaftskrise bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das BIP um 4,1% geschrumpft.

 

Ein Großteil der Abschwächung des Falls der Wirtschaft sei auf den „Plan 2000E“, die spanische Version der Abwrackprämie, und auf sonstige Konjunkturprogramme wie den „Staatsfond für lokale Investitionen“ zurückzuführen, die allesamt vorübergehender Natur seien.

So führt die spanische Zentralbank auch an, dass die Wirtschaft weiterhin starke Schwächesymptome aufweise, die sich vor allem bei der nach wie vor enormen Vernichtung von Arbeitsplätzen zeigten. Auch der private Konsum und die Investitionen gingen weiter zurück und konnten nicht durch einen sich verbessernden Außenhandel ausgeglichen werden.

Der private Konsum ist gegenüber dem 2. Quartal um 4,9% zurückgegangen. Im 2. Quartal war der Konsum noch um 5,7% geschrumpft.

Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft Spaniens führt noch zu einem weiteren, nie dagewesenen Effekt: Die Sparquote der spanischen Haushalte ist auf 17,5% ihres verfügbaren Einkommens gestiegen, was einen historischen Rekord darstellt.

Ein großes Problem für die Konjunkturerholung dürften auch weiterhin die sinkenden verfügbaren Einkommen infolge der weiter steigenden Arbeitslosigkeit sowie die Vermögensverluste durch die gesunkenen Immobilienwerte darstellen.

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