Luftraumkontrolle wieder unter ziviler Leitung: Tourismusbranche befürchtet erneute Verspätungen

Ab Samstag, den 15.01.2011 um 24.00 steht die Kontrolle des spanischen Luftraums wieder unter ziviler Leitung.

Die Tourismusindustrie ist nun besorgt, dass es wieder zu Störungen und Verspätungen im Flugverkehr kommen könnte, und hat die Regierung aufgefordert, die „Wachablösung“ genau zu beobachten, um Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Die Ausrufung des Alarmzustandes am 04.12.2010 und die Unterstellung der Luftaufsicht unter die Befehlsgewalt des Militärs hatten nicht nur dazu geführt, dass der Aufstand der Fluglotsen innerhalb von 24 Stunden aufgelöst war. In den fünf Wochen „Militärdienst“ sind auch die Fehlzeiten der Fluglotsen auf historische Tiefststände gesunken. Vor dem Aufstand lagen die Krankenstände bei bis zu 20%. Auch die Pünktlichkeit habe sich deutlich verbessert, verlautete es aus Quellen der AENA (Spanische Flughafenbetreibergesellschaft).

Auch die Fluglotsen haben sich offenbar unter dem Kommando der Luftwaffe wohlgefühlt. „Es arbeitet sich besser unter den militärischen Führungskräften und der persönliche Umgang und die Professionalität der Militärs sind bisher exzellent gewesen“, erklärten Fluglotsen der Luftkontrollzentrums von Gando auf Gran Canaria. „Die Offiziere der Luftwaffe haben gezeigt, dass sie viel professioneller, seriöser und besser erzogen sind, als die Vorgesetzten, die wir gewohnt sind“, lobten die Lotsen ihre Übergangschefs.

Zwar habe es am Anfang Spannungen gegeben, aber jetzt wünschten sich die Fluglotsen, dass die Militärs für immer das Kommando behielten.

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