Spanisches Außenministerium schränkt Reisewarnungen für Ägypten ein

Das spanische Außenministerium hat am 12.03.2011 seine Einschätzung bekannt gegeben, dass die Sicherheitslage in Ägypten sich weiterhin verbessere, sodass es nicht problematisch sei, nach Kairo und Alexandria zu reisen.

Bereits eine Woche zuvor sah das spanische Außenministerium keine Gefahr darin, gewisse touristische Gebiete des Landes wie Luxor, Assuan, Sharm el Sheik oder die Sinaihalbinsel zu besuchen.

Die spanische Diplomatie spricht von einer „wachsenden Normalisierung“ der Sicherheitslage in Ägypten. Die ägyptischen Behörden hatten zuvor von der Spanischen Regierung eine Rücknahme der Empfehlung gefordert, alle nicht unbedingt notwendigen Reisen in das nordafrikanische Land aus Sicherheitsgründen zu unterlassen.

Die Pyramiden und die wichtigsten touristischen Orte wurden am 20.02.2011 wieder eröffnet, nachdem sie seit dem 28.01.2011 wegen der Bürgerproteste geschlossen worden waren.

Das Außenministerium räumte ein, dass es am 8. und 09. März zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems in einigen Stadtvierteln Kairos gekommen war, bei denen nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet und rund 140 verletzt wurden. Deshalb rät das Außenministerium, eventuelle Ausgangssperren unbedingt zu beachten, den Anweisungen von Polizei und Militär Folge zu leisten und immer seine Ausweispapiere mitzuführen.

Trotz der nennenswert verbesserten Sicherheitslage schloss das Außenministerium jedoch nicht aus, dass die Situation umschlagen könne.

Ähnlich ist die Einschätzung des deutschen Auswärtigen Amtes, das auf seiner Webseite wie folgt informiert: „Reisen nach Ägypten sollten bis auf Weiteres auf Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Von Einzelreisen an sonstige Orte und Landstriche wird aufgrund der unübersichtlichen Sicherheitslage weiterhin abgeraten.

Es wird nachdrücklich geraten, bestehende Ausgangssperren strikt zu beachten. Für Details ihrer zeitlichen und örtlichen Ausdehnung wird dringend empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen.

Reisenden in Ägypten wird weiterhin dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Dies gilt insbesondere für die urbanen Zentren.“

Die Situation in Ägypten und den übrigen Ländern Nordafrikas ist für die Kanarischen Inseln von erheblicher Relevanz. Viele Reiseveranstalter hatten auf die Krise reagiert, indem sie ihre Kunden auf die Kanaren umgeleitet hatten. Dies hat den Kanaren ein deutliches Plus an Urlaubern und vollen Hotels im Februar beschert.

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