Glück im Unglück – Angler nach 16 Stunden auf See geborgen

Ihren gemeinsamen Angelausflug hatten sich Pedro Melián (77) und Francisco Rodríguez (25) aus Gran Canaria sicherlich so nicht vorgestellt. Die beiden waren gegen 8h morgens in einem Schlauchboot zum Angeln aufs Meer hinausgefahren. Rund drei Stunden später überrollte eine Welle das Boot und riss alle Ausrüstung der Männer mit sich fort und setzte das Boot unter Wasser.

Francisco konnte seinen Angelfreund von einer Leine befreien, die sich um seinen Fuß gewickelt hatte und so verhindern, dass der ältere Pedro von Teilen des untergehenden Schiffsrumpfs unter Wasser gezogen wurde. Kurz danach konnte er auch noch eine Rettungsweste und ein Ruder erhaschen. Beide hielten sich am nicht untergegangenen Schwimmkörper des Bootes fest. Nach jeder Welle, die über sie hinwegrollte, mussten sie  wieder am schlüpfrigen Schwimmkörper Halt suchen.

Kein Hilferuf, kein Pfeifen und kein Schreien halfen, es war weit und breit keine Hilfe in Sicht. Francisco beschrieb, dass sie sich im zunächst etwa 500m vom Ufer entfernt befanden und dass er an Land schwimmen wollte. Andererseits konnte er aber Pedro nicht allein lassen, der seinerseits glaubt, dass „Francisco nie an Land gekommen wäre“. Die Strömung hatte die beiden Männer erfasst und immer weiter aufs Meer hinausgezogen, obwohl sie versuchten, dagegen anzurudern.

Am Abend hatte die Freundin des jungen Anglers bei der Küstenwache Alarm geschlagen, nachdem die beiden Männer, die eigentlich spätestens um 18h wieder zurück im Hafen sein wollten, nicht auftauchten und auch nicht erreichbar waren. Der Seenotretter „Menkalinán“ und die Küstenwache liefen aus, um die Vermissten zu suchen. Gegen 4.30h konnte die Küstenwache die beiden Männer rund zwei Seemeilen vor der Küste Gran Canarias bergen. Beide waren abgesehen von ein paar Schürfwunden und der Erschöpfung gesund und konnten ihr Glück kaum fassen, hatten sie doch den Gedanken an Rettung schon fast aufgegeben…

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