Rafael Perdomo bleibt Bürgermeister in Pájara

Trotz erheblicher Stimmeneinbußen der sozialistischen Partei PSOE bei den Kommunalwahlen am 22.05.2011 bleibt Rafael Perdomo Betancor für weitere vier Jahre im Amt des Bürgermeisters von Pájara, nachdem er bereits 2 Legislaturperioden hinter sich hat. Er hatte vor 8 Jahren Ignacio Perdomo Delgado von der Coalición Canaria abgelöst.

Aufgrund des Bevölkerungsanstiegs im Gemeindegebiet von Pájara in den vergangenen 4 Jahren wuchs die Zahl der Gemeinderäte von ehemals 17 auf 21, weshalb der Plenarsaal der Gemeindeverwaltung vergrößert werden musste.

Rafael Perdomo bleibt Bürgermeister, obwohl seine Partei PSOE in Pájara nur 7 der 21 Sitze gewinnen konnte. Die für eine absolute Mehrheit erforderlichen 12 Stimmen konnte Rafael Perdomo nur durch ein Bündnis mit der Coalición Canaria (CC) erreichen, die ebenfalls 7 Sitze im Gemeinderat für sich holen konnten.

Rein rechnerisch hätte es für PSOE (7 Sitze) und CC (7 Sitze) jeweils auch in einem Bündnis mit der Partido Popular (PP) (3 Sitze) und AMF (2 Sitze) oder PPM (1 Sitz) für die Bekleidung des Bürgermeisteramtes gereicht.

Offenbar hat man sich aber zwischen PSOE und CC darauf geeinigt, dass Ignacio Perdomo Delgado (CC) in Pájara auf die Position des Bürgermeisters verzichtet und sich mit der Position des Stellvertreters begnügt, damit gleichzeitig ein Pakt für eine gemeinsame Regierung in der Inselverwaltung (Cabildo) zustande kommen konnte. Der Präsident der Inselverwaltung bleibt folglich mit Mario Cabrera (CC) derselbe, wie in der vergangenen Legislaturperiode.

Die Regierungsvereinbarungen zwischen CC und PSOE umfassen viele Versprechungen, auf dessen Erfüllung die Bürger hoffentlich nicht vergebens warten müssen. So wollen die PSOE und CC im Cabildo die Renovierung und Sanierung der Hotels sowie den Ausbau touristischer Freizeitangebote fördern, den Technologiepark in Gang bringen, das Tindaya-Projekt des Künstlers Chillida abschließen, die Nord-Süd-Autobahn und das Ausbildungs- und Kongresszentrum in Puerto del Rosario fertig stellen, eine Gesellschaft zur Tourismusförderung gründen, erneuerbare Energien voranbringen, das Inselkrankenhaus fertig stellen, ein Krankenhaus im Süden der Insel errichten und die Defizite der Bildungsinfrastruktur beseitigen.

In Pájara wollen CC und PSOE den Generalbebauungsplan verabschieden, auf den Bürger und Investoren schon seit ewigen Zeiten warten und den weder die PSOE in den vergangenen 8 Jahren ihrer Regierung noch die CC in den Jahren davor zustande bekommen haben, ein Auditorium in Morro Jable sowie ein neues Rathaus bauen und Pájara als Urlaubsdestination konsolidieren.

Wer weiß… vielleicht überraschen uns die Politiker ja mal mit Ergebnissen! In knapp vier Jahren wissen wir mehr.

1 Kommentar

  1. wer glaubt, wird selig ! wer alles glaubt, wird sicher enttäuscht ! so viele
    vorhaben sind in dieser zeit nicht zu realisieren: siehe vergangenheit …!
    und die zukunft ist so ungewiss …!
    herzlichst
    f. schliwa

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten