Wenn der Stier gewinnt…

Stierkämpfe kommen auch in Spanien langsam aus der Mode. Auf den Kanaren sind sie schon lange verboten, und auch in Katalonien in Nordspanien haben die Politiker kürzlich ein Verbot der „corrida de toros“ beschlossen. In anderen Regionen Spaniens werden die „corridas“ jedoch nach wie durchgeführt, so auch in Zaragoza, wo am 07. Oktober 2011 der Torero Juan José Padilla von seinem tierischen Gegner schwer verletzt wurde.

Der Stier erwischte den Torero mit einem Horn im Gesicht, was unter anderem dazu führte, dass dem Torero das linke Auge aus der Augenhöhle gequetscht und der Sehnerv überdehnt wurde. Laut Aussage der Chirurgin, die den Verletzen operierte, hatte der Torero noch Glück im Unglück: „Der Durchdringungsbereich des Horns, das im Unterkiefer eingedrungen und oberhalb der Augenhöhle ausgetreten ist, war „sauber“, es hätte viel schlimmer ausgehen können.“ Allerdings wurde wohl ein Nerv in der linken Gesichtshälfte durchtrennt, was zu einer halbseitigen Gesichtslähmung geführt hat. Ob der Torero mit dem linken Augen jemals wieder sehen und seine linke Gesichthälfte bewegen kann, ist sehr zweifelhaft.

Dem Stier dürfte sein KO-Sieg indes wenig genutzt haben. Es ist anzunehmen, dass er inzwischen als Steak auf dem Grill geendet hat.

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