Wasserversorgungsverband CAAF will Kontrollen gegen Wasserdiebstahl verstärken

Der Wasserversorgungsverband CAAF (Consorcio de Abastecimiento de Aguas a Fuerteventura), dem die Inselverwaltung von Fuerteventura sowie die 6 Gemeinden der Insel angehören, will die Maßnahmen zum Aufspüren von Wasserdiebstahl und Verlusten durch Leitungslecks intensivieren.

Das CAAF beliefert zurzeit rund 30.000 Kunden auf Fuerteventura und produziert durchschnittlich pro Tag 21.500m³ Wasser und zu Spitzenzeiten bis zu 31.000m³ pro Tag. Die Leitungsverluste liegen zwischen 25 und 30% der produzierten Menge, was einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust bedeutet.

Das CAAF hat eine Abteilung, die sich um die Kontrolle von Rohrbrüchen kümmert und die auch für das Aufspüren von illegalen Entnahmestellen zuständig ist. Gewöhnlich werden Lecks oder Diebstahl durch den Vergleich der Wassermengen, die den Verbrauchern in Rechnung gestellt werden, mit dem theoretischen Wasserdurchfluss festgestellt. Wenn auf einem verdächtigen Leitungsabschnitt keine Lecks gefunden werden, wird die Suche nach möglichen illegalen Entnahmestellen intensiviert. So konnten die Inspektoren im Juni 2011 eine illegale Entnahmestelle aufspüren, die den Diebstahl von bis zu 430m³ pro Woche ermöglichte, was neben dem wirtschaftlichen Verlust für das CAAF auch Probleme für die anderen Verbraucher in der Zone bedeutete, für die schlichtweg nicht mehr genug Durchfluss übrig blieb. Andere Fälle wurden in Betancuria und Triquivijate entdeckt, wo zwei Privatleute sich ohne Genehmigung und ohne zu bezahlen an die öffentliche Wasserleitung angeschlossen hatten. Alle Fälle wurden zur Anzeige gebracht.

Das CAAF verfügt für 2012 über einen Haushalt von 1.170.904 Euros, 43,7% weniger als im Vorjahr. Innerhalb des Haushalts sind rund 250.000€ für die Anschaffung von Geräten zur Überwachung des Leitungsnetzes vorgesehen, um die Möglichkeiten zur Fernkontrolle und Steuerung des Netzes zu verbessern.

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