Kein Bevölkerungs-Exodus infolge der Wirtschaftskrise

Eigentlich hatte nach dem Beginn der Wirtschaftskrise jeder erwartet, dass die Bevölkerung Fuerteventuras so schnell schrumpfen würde, wie sie während des vorangegangenen Booms gewachsen war. Doch aus kaum erklärbaren Gründen ist genau das Gegenteil geschehen. Von Januar 2008 bis Januar 2012 ist die Bevölkerung Fuerteventuras von 100.929 auf 106.456 Personen bzw. um 5,48% gewachsen.

Diese Zahl ist umso verwunderlicher, wenn man bedenkt, dass weit über 30% der aktiven Bevölkerung, also über 13.000 Menschen, auf Fuerteventura ohne Job sind. Auch wenn die Zahlen für Januar 2013 noch nicht offiziell veröffentlich wurden, gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass sich der Trend zur Bevölkerungszunahme seit 2012 umgekehrt hätte.

Allein von 2011 bis 2012 ist die Bevölkerung Fuerteventuras um 2.384 Personen angestiegen. Allerdings war die Bevölkerungsentwicklung in diesem Zeitraum nicht in allen Gemeinden der Insel gleichmäßig. Während Pájara 65 und Betancuria 34 Einwohner verloren hat, verzeichnete La Oliva einen Zuwachs von 1.126, Puerto del Rosario von 621, Antigua von 572 und Tuineje von 164 Personen.

Schaut man etwas weiter in die Vergangenheit zurück, hat Fuerteventura eine wahre Bevölkerungsexplosion hinter sich: von Januar 2000 bis 2012, also in nur 12 Jahren, ist die Bevölkerung von 60.124 auf 106.456 Personen, also um 43,6% gestiegen.
Damit hat Fuerteventura deutlich mehr Einwohner als La Palma (85.468 im Januar 2012). Dennoch dürfen die Einwohner La Palmas 8 Abgeordnete ins Kanarische Parlament wählen, während die Majoreros nur 7 Volksvertreter ins Parlament entsenden können.

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