César Manriques Windspiel Fobos in Jandia wird aufpoliert

Windspiel Fobos von Cesar Manrique im Süden von Fuerteventura

Wie so vieles in der Gemeinde Pájara hat auch das Windspiel Fobos des Künstlers César Manrique umstrittene Zeiten hinter sich.

Nachdem das Kunstwerk im Jahr 2006 für knapp 249.000€ angeschafft wurde, zierte es bis 2013 den Kreisverkehr nördlich von Costa Calma, an dem man damals nach La Pared und Pájara abbog.

Als der Bau der Fuerteventura-Autobahn die Costa Calma erreichte, mussten der Kreisverkehr und somit auch das Windspiel weichen. Die Skulptur des berühmten César Manrique, die aufgrund mangelnder Pflege und Wartung ihren ursprünglichen Glanz und vor allem ihre Beweglichkeit verloren hatte, wurde demontiert. Aus den Augen, aus dem Sinn. So erschien es zumindest. Denn für lange Zeit gab es keine Nachrichten zu dem einst so gefeierten und teuer bezahlten Kunstwerk.

Im August 2013 berichtet ein Artikel in der kanarischen Tageszeitung Canarias 7 über den traurigen Zustand und den Verbleib des Windspiels Fobos auf einem Lagerplatz der Gemeinde, der eher einem Schrottplatz gleicht. Daraufhin gab die Gemeinde wenige Tage später bekannt, dass die Edelstahlskulptur restauriert werde und danach in Solana de Matorral (umgangssprachlich „Jandía“) wieder aufgestellt werden soll.

Im Jahr 2014 schrieb die Gemeinde die Restaurierung und den Wiederaufbau für 29.000€ aus. Für die jährliche Wartung veranschlagte die Gemeinde damals 9.000€. Die Wartung sollte laut Ausschreibungsbedingungen alle 4 Monate erfolgen. Dabei war jeweils eine Reinigung mit Hochdruckreiniger und eine Fettung der Kugellager und Kontrolle und Reparatur defekter Teile vorgesehen.

Wiederaufbau des Windspiels in Jandia

Im Januar 2015 wurde Fobos dann endlich wieder aufgestellt. Der neue Standort war der Kreisverkehr in Jandia kurz vor dem ehemaligen Stella Canaris. Die Entscheidung, die Skulptur nicht wieder in Costa Calma aufzustellen, wurde damals heftig kritisiert. Schließlich waren in Costa Calma zwei neue, bis dato schmucklose Kreisverkehre entstanden. Am neuen Standort in Morro Jable dagegen musste ein bereits bestehendes Kunstwerk von Miguel Cubas weichen.

Die Gemeinde betonte damals, dass die Reparatur und Aufstellung des Windspiels die Gemeindekasse keinen Cent gekostet habe. Diese arbeiten wurden in die Ausschreibung für das Stadtmobiliar und die Werbetafeln integriert, für deren Bewirtschaftung die Firma Monpex den Zuschlag erhalten hatte.

Am 04.09.2019 erhielt Fobos eine gründliche Reinigung. Mitarbeiter der Firma Monpex säuberten die Skulptur von einem mobilen Hebekorb aus aus mit einem Hochdruckreiniger.

Das Windspiel besteht zwar aus Edelstahl, doch die Kugellager brauchen aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen auf Fuerteventura konstante Pflege. Fuerteventuras Wind, Staub und salzhaltige Meeresluft sind für Gegenstände aus Metall eine erhebliche Beanspruchung. An Schweißnähten verliert selbst Edelstahl seine „edlen“ Materialeigenschaften und kann Rost ansetzen. Daher müssen insbesondere bewegliche Metallteile regelmäßig kontrolliert und gewartet werden.

Die vorherige Gemeinderegierung von Pájara unter dem sozialistischen Bürgermeister Rafael Perdomo hatte offenbar auf die Einhaltung der mit extern beauftragten Unternehmen geschlossenen Verträge nicht ausreichend geachtet, was auch am Windspiel Fobos gut zu beobachten war.

1 Kommentar

  1. Das ist doch mal ein Lichtblick und ein krasser Gegensatz zudem, was gleich dahinter zu sehen ist: Der Verfall des Stella Canaris und dem Fußgängertunnel zum Strand.

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