Zahl der Bootsflüchtlinge auf den Kanaren um 23,6% gestiegen

FLüchtlinge in einem Boot auf dem Weg nach Spanien

Die Zahl der Migranten, die per Boot auf die Kanarischen Inseln gekommen ist, ist in den ersten 8 Monaten des Jahres 2019 um 23,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dennoch ist ihre Zahl mit 613 Personen im Vergleich zur gesamten Zahl der Bootsflüchtlinge in Spanien vergleichsweise gering.

In ganz Spanien dagegen ist die Zahl der irregulären Einwanderer stark rückläufig. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2019 sind insgesamt 15.686 Migranten per Boot an Spanische Küsten gelangt. Das sind 45,2% weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die nach Spanien kommen, sinkt seit Juni 2017 stetig. Allerdings hat man auch erst dann angefangen, wöchentliche und vierzehntägige Statistiken über irreguläre Einwanderung nach Spanien zu führen.

Laut spanischem Innenministerium gelangten vom 01.01.2019 bis 01.09.2019 insgesamt 620 Boote an spanische Küsten. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1.158.

Auch nach Fuerteventura kommen regelmäßig Flüchtlingsboote

Auch auf Fuerteventura landen hin und wieder Flüchtlingsboote an. Erst am 28.08.2019 erreichte eine „Patera“ mit 28 Personen die Küste der Insel bei Esquinzo.

Ende Dezember 2018 wurde die Ankunft von Flüchtlingen am Strand von Morro Jable von einem anderen Boot gefilmt (sie unten das Video auf unserem Youtubekanal)

Illegale Einwanderung nach Spanien auch auf dem Landweg

In den ersten 8 Monaten 2019 wurden 3.624 illegale Grenzübertritte auf dem Landweg verzeichnet. Das sind rund 20,8% weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die meisten Fälle wurden an den Grenzen von Ceuta (721 Personen) und Melilla (2.903) zu Marokko gezählt.

Die häufigsten Formen des illegalen Grenzübertrittes auf dem Landweg sind das Überklettern von Grenzzäunen in den Enklaven Ceuta und Melilla und das Verstecken unter LKWs oder in Kofferräumen von PKWs.

Am 04.09.2019 treffen sich der spanische und marokkanische Innenminister in Rabat, um die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern beim Kampf gegen die Schleuserbanden zu verbessern und die Migrationsströme zu besser kontrollieren.

Die meisten in Spanien erfassten irregulären Einwanderer aus Marokko (29,7%), gefolgt von Mali (13,6%) und Guinea (13,1%).

Naturgemäß fließen in diese Statistik nur die Personen ein, die „erwischt“ und registriert werden. Daneben gibt es sicher eine Dunkelziffer, die nicht statistisch erfasst werden kann.

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