Anarchie auf Insel Lobos im Norden Fuerteventuras

Wassertaxis Lobos

Seit Januar 2019 ist für das Betreten der Insel Lobos im Norden Fuerteventuras eine Genehmigung erforderlich. Diese musste 3 Tage vor dem geplanten Besuch online beantragt werden.

Doch seit Anfang 2020 soll die Webseite, auf der die Genehmigungen beantragt werden können, nicht mehr erreichbar sein. Dies berichtet die kanarische Tageszeitung La Provincia. Wir haben die Links auf der Webseite der Inselregierung (Cabildo) von Fuerteventura überprüft und sind zu demselben Ergebnis gekommen.

Außerdem werden wohl, ebenfalls nach Angaben in dem Zeitungsbericht, seit Jahresbeginn keine Kontrollen mehr auf Lobos durchgeführt. Weder im Bereich der Bootanlegestelle noch sonst irgendwo auf der Insel werden Besucher nach ihrer Genehmigung gefragt. Kurz nach der Einführung des Genehmigungsverfahrens via Internet Anfang 2019 hatten noch mehrere Umweltbeamte die Einhaltung der Vorschriften auf Lobos überprüft.

Die jetzt fehlende Kontrolle und die nicht funktionierende Webseite für die Beantragung der Genehmigung sollen zu einer massiv angestiegenen Besucherzahl auf der Insel Lobos geführt haben. Diese gilt als beliebtes Ausflugsziel im Norden Fuerteventuras.

Maximale Kapazität in gesetzlichen „Nutzungsrichtlinien“ vorgesehen

Die „Richtlinien zur Nutzung und Verwaltung von Lobos“ aus dem Jahr 2006 hatten bereits eine maximale Zahl von Benutzern festgelegt, die Lobos gleichzeitig besuchen dürfen. Damals wurde diese Zahl auf 200 Personen festgelegt. Dennoch hat die Inselverwaltung erst mehr als 12 Jahre später eine Möglichkeit zur Kontrolle dieser Besucherzahl eingeführt. Dies erfolgte erst, nachdem die Umweltstaatsanwaltschaft die Inselregierung Fuerteventuras ermahnt und mit strafrechtlichen Konsequenzen gedroht hatte.

Im Sommer 2019 hatte das Cabildo zwar eine Anhebung der Besucherkapazität angekündigt, nachdem diese Möglichkeit von einem Umweltgutachten gestützt wurde. Allerdings ist dies noch nicht als Änderung in den Nutzungsrichtlinien umgesetzt, weshalb nach wie vor die Grenze von 200 Besuchern gleichzeitig gilt.

2 Kommentare

  1. Los Lobos ist sehr sehenswert!!! Ein Besuch lohnt sich unbedingt. Allerdings bin ich dagegen, dass unkontrolliert Menschenmassen über diese Insel herfallen. Es kann nicht sein, dass dafür kein Personal zur Verfügung steht. Ähnliche Misstände gibt es jedoch auch in Deutschland! Und wer Probleme mit speziellen Besonderheiten der Bürokratie und Behörden auf den Kanaren hat, möge doch bitte in die Türkei reisen. Vielleicht urlaubt es sich in einer Diktatur angenehmer?

  2. Ich war auf dieser Insel, man muss sie nicht unbedingt gesehen haben. AM BESTEN ist es wenn man nicht mehr auf die Kanaren fliegt. Dann haben die Behörden auch keine Probleme.

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