Zwei Tote bei Aguas Verdes an der Westküste Fuerteventuras

Hubschrauber rettet Angler von Felsen bei Corralejo/ Fuerteventura
Archivfoto von einer Hubschrauberrettung

Um 13:26h am 10.02.2020 ging in der Telefonzentrale des Kanarischen Rettungsdienstes (Tel. 112) ein Notruf ein. Dieser meldete, dass zwei Personen im Meer an der Westküste von Fuerteventura bei Aguas Verdes in Schwierigkeiten waren.

Die Rettungszentrale schickte Rettungskräfte zu Wasser, zu Land und aus der Luft zur gemeldeten Unglücksstelle.

Vor Ort erfuhren die Rettungskräfte, dass zusätzlich zu den beiden Personen, die im Meer verschwunden waren, noch eine weitere Person, eine Frau im Alter von 36 Jahren, medizinische Hilfe brauchte. Sie hatte sich offenbar selbst an die Küste retten können. Allerdings hat sich sich dabei diverse Verletzungen verschiedener Schweregrade zugzogen.

Letztlich war es der Hubschrauber der „Grupo de Emergencias y Salvamento“ (GES) der Kanarischen Regierung, der die Körper der beiden abgetriebenen Männer im Wasser ausfindig machen und bergen konnte. Der Hubschrauber brachte die beiden Personen an Land. Dort setzte die Besatzung eines Notarztwagens des Kanarischen Rettungsdienstes SUC die Wiederbelebungsversuche fort. Beide Männer hatten zu dem Zeitpunkt ihrer Bergung bereits einen Herzkreislaufstillstand erlitten. Die Ärzte an Land konnten nur noch den Tod der beiden feststellen.

Die verletzte Frau wurde noch an der Unglücksstelle medizinisch erstversorgt und stabilisiert. Anschließend bracht der Hubschrauber sie ins Inselkrankenhaus von Fuerteventura bei Puerto del Rosario. Auf dem Flug wurde sie von einem Notarzt des Kanarischen Rettungsdienstes begleitet, um auch während des Transports bis in die Notaufnahme der Klinik die medizinische Überwachung sicherzustellen.

Die Polizei hat Ermittlungen bezüglich des Unglücks aufgenommen.

Bei beiden Männern und der Frau soll es sich laut Pressemitteilung der Rettungsleitstelle um Ausländer gehandelt haben. Das Alter und die Nationalität der verstorbenen Männer wurde nicht bekanntgegeben.

UPDATE: weitere Informationen in diesen Artikel: https://www.fuerteventurazeitung.de/2020/02/die-toten-von-aguas-verdes-waren-brueder-aus-deutschlands/

Die Westküste Fuerteventuras gilt allgemein als gefährlich

Man sollte an der Westküste Fuerteventuras generell weder baden noch sich zu dicht an die Klippen begeben. Es kommt aus Leichtsinn oder wegen Unwissenheit immer wieder zu Unglücken mit tötlichem Ausganb

Am 31.12.2018 wurde die Kuratorin der Wiesbaden Biennale, Maria Magdalena Ludewig, bei Los Molinos an der Westküste Fuerteventuras von einer Welle ins Meer gerissen.

Ende November 2017 war ein Mann bei Aguas Verdes von einer Klippe ins Meer gestürzt.

Am 02.09.2019 ist in Cofete, an der südlichen Westküste Fuerteventuras, ein 60-jähriger Franzose ertrunken.

Am 23.11.2019 ist ein Mann beim Baden in La Pared, ebenfalls an der Westküste Fuerteventuras, gestorben.

Dieses Video ist nicht auf Fuerteventura entstanden. Szenen wie diese spielen sich hier aber regelmäßig ab.

3 Kommentare

  1. Schon in den 90ern haben meine Urlaubs Bekannten und einheimische Bekannte 2 Kinder ( etwa 8- 10 Jahre) und deren Mutter in Cofete vor dem ertrinken gerettet. Vorher haben wir die Familie mehrmals gewarnt!! Als die Kinder hinausgezogen wurden, schwamm die Mutter hinterher und wir konnten die Mutter und die Kinder schnell retten! Einer der beiden einheimischen Bekannten wäre fast selbst ertrunken!!!
    Und der Dank? Die Kinder haben gelacht und von den Eltern ( Deutsche) kam noch niemals ein Danke! Das einzige was war, daß die Familie sich sehr schnell auf den Weg machte!!!

  2. Totz Warnungen, trotz roten Flaggen…… immer wieder gibt es Menschen, die sich überschätzen, sich und andere in Lebensgefahr bringen. Letztes Jahr am Strand von Cofete, ging ein Mann mit seinem kleinen Enkel schwimmen… einfach unverantwortlich! Auch La Pared ist nicht ohne, also bitte haltet euch an die vorgeschriebenen Hinweisse ….

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