Nordflanke des Vulkankegels auf La Palma stürzt komplett ein

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Wie die Experten von INVOLCAN am Abend des 09.10.2021 bestätigten, ist um 19:15 Uhr die Nordflanke des Vulkans auf La Palma vollständig eingebrochen. In der Nacht von Freitag auf Samstag war es zunächst zu einem Teileinbruch gekommen. Durch einen offensichtlich stärkeren Druck der Magma und größere Felsen, die in der Magma transportiert wurden, ist die Nordflanke letztlich komplett eingebrochen.

Involcan erwartet „schwierigen Sonntag“

Nachdem am Abend die Nordflanke eingebrochen war, beobachteten die Experten im Lavafluss schwimmende Felsbrocken von der Größe „eines dreistöckigen Hauses“. Die Lava hatte innerhalb von kürzester Zeit ein Industriegebiet erreicht und dort diverse Industriehallen zerstört. Auch weitere Häuser sind der Lava zum Opfer gefallen.

In der Nacht zum Sonntag ging der Vulkan nach Angaben der Asociatión de Volcanes de Canarias in eine andere Phase über. Diese geht mit lauten, anhaltenden und kräftigen Explosionen einher. “Im Umkreis von bis zu sechs Kilometern um den Vulkankegel hat der Boden vibriert, Scheiben klirrten in den Fenstern und selbst Fahrzeuge vibrierten”, erklärten die Assoziation via Twitter.

Weitere Erdbeben

Seit Mitternacht und bis 7.39h am Sonntag, des 10.10.2021 hat das ING (Instituto Nacional de Geologia, nationales Institut für Geologie) 21 Erdbeben aufgezeichnet. Das stärkste Beben hatte eine Stärke von 3,8 und ein Epizentrum in 34 km Tiefe. Es ereignete sich um 02.57 Uhr in Mazo.

18 dieser 21 Beben wurden in Fuencaliente 2 in El Paso und das Stärkste in Mazo registriert.

Keine Tsunami Gefahr

Wie wir bereits am Samstag berichtet hatten, kann es im Bereich der neugebildeten Landzunge an der Küste bei Tazacorte in Kürze zu Abbrüchen der neugebildeten Landmasse kommen.

Diese Abbrüche können dadurch Zustandekommen, dass sich die neue Landmasse inzwischen soweit ins Meer ausgebreitet hat, dass sich der südliche Teil jetzt an der Stelle befindet, an der der Meeresboden stark abfällt. So kann die nachrutschende Lava die neue Landmasse eventuell abbrechen lassen. Der Einbruch könnte zu Wellen führen. Experten des Vulkanologischen Komitees haben errechnet, dass es punktuell und am Abbruchpunkt zu Wellen mit bis zu fünf Metern Höhe kommen kann. Diese würden aber bereits nach einer Seemeile (1852 Meter) auf nur noch auf eine Höhe von 0,5 Metern abflachen. Im Hafen von Tazacorte würden dann nur noch Wellen mit einer Höhe von 25 Zentimetern Höhe erwartet.

Copernicus: 497 Hektar Land und 1186 Gebäude betroffen

Nach Daten des Satelliten Copernicus vom 08.10.21 um 12.06 Uhr UTC sind inzwischen 497 Hektar Land von den Lava Massen betroffen. Das sind 16,5 Hektar mehr als noch 24 Stunden zuvor. 1186 Gebäude sind zerstört worden. 37 mehr als noch vor 24 Stunden.

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