17.12.2021: Corona-Zahlen auf Fuerteventura so hoch wie nie

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Am 17.12.2021 hat die Aerea de Salud de Fuerteventura die Coronazahlen mit einem traurigen Rekord bekannt gegeben. Auf Fuerteventura wurden 144 neue Infektionen gemeldet, die in den letzten 24 Stunden festgestellt worden sind.

Somit sind aktuell 516 Personen auf Fuerteventura mit dem Coronavirus infiziert. 7 Personen sind im Krankenhaus, zwei Personen davon müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Die restlichen 509 Personen befinden sich mit einem positivem Testergebnis (PCR) in häuslicher Quarantäne.

Die 7-Tage-Inzidenz auf Fuerteventura liegt nach offiziellen Angaben der kanarischen Gesundheitsbehörde Sanidad bei 347,4.

Schlechte Zahlen auch von den anderen Kanaren

Am 17.12.2021 meldetet die kanarische Gesundheitsbehörde 1.670 neue Fälle auf den Kanaren. Damit wurden an diesem Freitag zum dritten Tag in Folge die meisten neuen Fälle seit Beginn der Pandemie gemeldet.

Die 7-Tage-Inzidenz auf den Kanaren liegt bei 305,98 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Die 14-Tage-Inzidenz wurde auf 425,51 Fällen je 100.000 Einwohnern berechnet.

Weitere Omikron-Fälle wurden heute nicht bekannt gegeben. Wie die Fuerteventura Zeitung bereits berichtete, gibt es auf den Kanaren derzeit 78 bestätigte Omikron-Fälle. 65 auf Teneriffa, 12 auf Gran Canaria und einen auf La Palma.

Es bleibt anzumerken, dass die kanarische Gesundheitsbehörde Sanidad die Fälle dem Ausstellungsort der Gesundheitskarte zuordnet. Daher ergeben sich deutliche Diskrepanzen zwischen den Angaben von Aerea de Salud de Fuerteventura und den Angaben von Sanidad.

Beispiel: ein Student, der auf Teneriffa studiert aber von Fuerteventura stammt wird auf Teneriffa positiv getestet. Die kanarische Gesundheitsbehörde ordnet diesen Fall der Insel Fuerteventura zu, da die Gesundheitskarte des Studenten auf Fuerteventura ausgestellt wurde.

Die Angaben der Aerea de Salud de Fuerteventura hingegen, sollen sich nur auf die positive Fälle beziehen, in denen sich die Personen auch tatsächlich auf Fuerteventura aufhalten.

Fuerteventura bleibt in Stufe 3 (rot), Teneriffa und Gran Canaria werden ebenfalls in rot hochgestuft

Hätten die neuen Zahlen von heute bereits gestern vorgelegen, stellt sich die Frage, ob Fuerteventura weiterhin „nur“ in Stufe 3 verblieben wäre.

Teneriffa und Gran Canaria hatte die kanarische Regierung mit Wirkung ab 0.00 Uhr des 18.12.2021 in Stufe 3 angehoben. Die Begründung hier waren die plötzlich extrem in die Höhe schnellenden Positivenzahlen.

Pandemiemüdigkeit

Eines der großen Probleme, warum die Zahlen wieder so in die Höhe schnellen sehen die kanarischen Experten in der Pandemiemüdigkeit. Die Menschen würden nachlässiger, was das „social distancing“ angeht. Das verstärkte Freizeitverhalten am lange Wochenende um den Tag der Konstitution habe sein übriges getan.

Kommt jetzt 3G auf den Kanaren?

Die kanarische Regierung hatte am 16.12.21 einen Gesetzesentwurf angekündigt angekündigt, der 3G in bestimmten Geschäftsbereichen obligatorisch machen soll. Für welche Geschäftsbereiche und Freizeitaktivitäten diese Regelung gelten soll, wurde bisher nicht bestätigt.

Weitere Informationen bezüglich des geplanten kanarischen Gesetzentwurfs finden sich in folgendem Artikel: Fuerteventura bleibt in Stufe 3, Gran Canaria + Teneriffa rot, 3G soll verpflichtend werden

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11 Kommentare

  1. Ich bin seitdem 16.12 auf Fuerteventura in Costa Calma und fühle mich hier in meinem Hotel sicher und super aufgehoben. Hier gibt es kein großes Problem mit social distance weil sämtliche Angestellten darauf achten was machst denn getragen werden, ist nur eine Stelle im Hotel draußen gibt wo man als Raucher rauchen gehen kann und die Gäste haben viel Verständnis für die Maßnahmen die im Hotel getroffen werden und betroffen sind

  2. Uns wundert es nicht. Wir durften die Unvernunft der Gäste drei Wochen am Buffett „hautnah“ mit erleben. Einfach beschämend dieses asoziale Verhalten.

  3. Und…da waren wir ab 15.03. 2020 für Wochen im Lockdown = Ausgangssperre = nur 1 Person durfte Einkaufen, sonst nur Arzt, Apotheke, Tierarzt…..( habe ich etwas vergessen?), dann nur 1 Std. am Tag Spazierengehen im Umkreis von 1 km für über 70jährige – wählen konnte man in der Zeit von 10 bis 12.00….., Polizei und Armee kontrollierten Autos an den Kreuzungen oder Personen, die Einkäufe tätigten…. es wurde auf den Strassen sogar desinfiziert….,auch in unserer Comunidad!!! Niemand durfte wochenlang nicht an den Strand und Baden gehen……dann langsam nach harten Wochen die Öffnungen, aber noch nachts Ausgangssperren, Restaurants durften nur begrenzt öffnen und, und,und……….Alles schon vergessen?????
    Was heisst hier Pandemiemüdigkeit? Alles ist offen, jeder kann gehen, fahren, wohin er möchte….! Und jetzt:
    wenn nicht mehr kontrolliert wird…..????? Abstände werden nicht eingehalten, in und auf den Terrassen von vielen Bars und Restaurants stehen die Stühle eng an eng und gegenüber, nicht, wie vorgeschrieben….Raucherabstände = 5m oft fraglich…..Die Insel lebt von den Touristen! Richtig! Müssen es aber mehr als 2019 sein? Wenn ja, sind stärkere Kontrollen erforderlich! Wir leben auf so einer herrlichen Insel und haben die Möglichkeit Abstand zu halten, dann machen wir es doch und halten uns gemeinsam an die bestehenden Regeln !!!

    • … und warum wird nicht kontrolliert? Mann möchte mit aller Gewalt das Geld von den Touristen!
      Wir waren im November/Dezember für 3 Wochen im Hotel an der Costa Calma. Theoretisch stehen die Regeln, jedoch wird ausser homöopatisch dosierenden Desinfektionsspendern und Mund-Nase-Bedeckung (KEINE FFP2-Maske) nahezu nichts gemacht was den Gästen nützt, sondern NUR, was dem Hotel Kosten spart. Beispiele?
      Statt bei reduzierter Bettenzahl seit Stufe rot auch die Plätze beim Essen anzupassen, werden die Sperrflächen größer und die Gäste sitzen „Mindestens“ so eng wie in Stufe gelb! Das Personal wird noch stärker eingespart, damit Weihnachten, für die „Hauptsaison“ möglichst viel Personal
      abrufbar ist…. SO war das sicher nicht seitens der Regierung gedacht.
      Beim Essen werden auf den Tischen die Gewürze gespart, stattdessen stehen diese teils offen und unverpackt beim Büffet, wo oft auch noch der Dosierlöffel fehlt und einige Menschen dann das Salz mit den Fingern entnehmen. Die Tischdecken werden nach Benutzung für die nächsten Gäste nur gewendet; nicht benutzte Bestecke werden zum Eindecken für die nächste Mahlzeit liegengelassen. Die Frühstückstische werden zwischen den Gästen nicht mit Desinfektionsmitteln abgewischt, sondern nur schnell wieder eingedeckt, weil die Menschen schon in der Warteschlange stehen… (auch hier waren viele Sperrflächen und die Tische nicht nutzbar).
      Statt bei Stufe rot zu entzerren, wurde „verdichtet“ und Personal gespart, SORRY, so geht es nicht.
      Der Poolbereich wurde nicht annähernd so gründlich gereinigt, wie vor der Pandemie. Wir sind seit 20 Jahren Stammgäste und können das gut beurteilen. Die Liegen wurden in diesen 3 Wochen NIE abgestrahlt, geschweige denn, desinfiziert (wie früher).
      Rauchen auf den Terrassen wird „geduldet“, obewohl bei rot endlich die Aschenbecher verschwunden waren und das Rauchverbot als Hinweisschild ausgelegt wurde. OHNE Kontrolle nützt das nichts; es bilden sich Rauchercliquen von mehr als 6 Personen.
      Ähnliche Ansammlungen beim Frühstück. Tische wurde ungestraft zusammengeschoben und man fröhnte in alles Seelenruhe sein „Familientreffen“ mit mind. 6-8 Personen, ohne dass es unterbunden wurde.
      Unter den Touristen spach man freizügig Möglichkeiten an, die andere Hotels z.B. zum Tanzen boten. Auch DAS war eigentlich schon bei gelb verboten; ist ja im Hotel….?
      Absolutes NO-GO sind randvolle Transferbusse vom und zum Flughafen. Alle Plätze besetzt!
      Scheinbar ist die Not größer als die Vernunft der Verantwortlichen, zumindest im Hotel (SBH-Gruppe).
      Witz am Rand: Für neue Fahnen auf dem „Golfplatz“ ist noch Geld vorhanden gewesen; kommen die Einheimischen und Besitzer zu Weihnachten?
      Fazit: Wir kommen erst einmal nicht mehr wieder hier her.

    • Den Kommentar von Ilona kann ich voll umfänglich bestätigen. Wir derzeit in Morro und sind entsetzt , wie schlecht die Coronaregeln umgesetzt werden: im Hotel- und Gaststättengewerbe muss man dem Personal vor allem gute Masken geben und sie kontrollieren, wie sie richtig zu tragen sind, nämlich mit Bedeckung der Nase. Hier in Morro werden sehr, sehr häufig olle Lappen unterhalb des Richkolbens getragen.

  4. Woher kommt es eigentlich das andere Medien von weit aus mehr als 1000 Fällen von aktiv Infizierten schreiben für Fuerteventura?
    Selbst das Gesundheitsamt gibt diese Zahlen. Sie schreiben von 516.
    Liebe Grüße

    • Grundsätzlich können wir nicht angeben, auf welche Quellen andere Medien sich beziehen. Wir beziehen uns bei den Angaben auf die Zahlen der „Área de Salud de Fuerteventura“. Diese Zahlen kommen nach unserer Ansicht dem tatsächlichen Infektionsgeschehen auf Fuerteventura am nächsten. Im Vergleich zu den Zahlen der kanarischen Gesundheitsbehörde gibt es systematische Unterschiede bei der Datenerhebung sowie beim „Timing“ der Datenerfassung. Dies hat in der Vergangenheit vor allem bei sehr starkem Infektionsgeschehen zu sehr „unterschiedlichen“ Zahlen geführt. Weitere Erläuterungen findest Du in diesem Artikel: https://www.fuerteventurazeitung.de/2020/04/corona-auf-fuerteventura-die-qual-der-zahl/

    • Ich beobachte und vergleiche die Daten der Kanaren und diejenigen von Fuerteventura täglich. Seit Wochen steigt die Differenz der aktiv Infizierten in den beiden Statistiken. Die Kanaren weisen aber aktuell mehr als 500 Infizierte mehr für Fuerteventura als Fuerteventura selbst aus.

      Mir scheint, dass die Kanaren-Statistik zu wenig Genesene gemeldet erhält (?). Ein Abgleich zwischen diesen beiden Datenbanken ist überfällig.

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