Cabildo de Fuerteventura erwirbt Grundstücke für neuen Schlachthof

Schweinehälften

Der Schlachthof (matadero) auf Fuerteventura ist in den letzten Jahren mehrfach in die Schlagzeilen geraten. Mindestens zwei Mal wurde der „Matadero Insular“ in 2019 von der Gesundheitsbehörde vorübergehend geschlossen.

Glücklicherweise waren es nicht Hygienemängel beim Fleisch, die zu der vorübergehenden Schließung des Betriebs geführt haben, der als öffentliches Unternehmen der Inselregierung von Fuerteventura (Cabildo) untersteht. Die Inspektoren bemängelten vielmehr den zu hohen PH-Wert und den zu niedrigen Chlorgehalt des Wassers, das zum Reinigen des Schlachthofes und des Fleisches verwendet wurde.

Während der Zeit, in der Schlachthof auf Fuerteventura geschlossen war, mussten die Viehzüchter ihre Tiere zur Schlachtung entweder nach Lanzarote oder nach Gran Canaria transportieren. Anschließend musste das Fleisch zum Verkauf dann wieder nach Fuerteventura zurück transportiert werden, was weder ökonomisch noch ökologisch nachhaltig war.

Cabildo will lokale Landwirtschaft und „null-Kilometer-Produkte“ fördern

Eines der erklärten Ziele der Inselregierung von Fuerteventura ist eine Förderung der lokalen Landwirtschaft und der sogenannte „null-Kilometer-Produkte“. Darunter sollen landwirtschaftliche Produkte zu verstehen sein, die lokal erzeugt und lokal konsumiert werden, sodass die Wege zwischen Erzeuger und Verbraucher möglichst kurz ausfallen und idealerweise „null Kilometer“ betragen. So soll unter anderem der CO2-Fußabdruck der landwirtschaftlichen Produkte reduziert werden.

Auch wenn manche Fleisch-Kritiker anführen mögen, dass die Fleischerzeugung grundsätzlich mehr CO2 erzeugt als die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln, so kann auch ein lokaler Schlachthof auf Fuerteventura in einem null-Kilometer-Konzept nicht fehlen. Dieser Ansicht ist offenbar auch die Inselregierung von Fuerteventura, die den Bau eines neuen Schlachthofes plant.

Zu diesem Zweck hat sich das Cabildo mit dem ebenfalls öffentlichen Unternehmen Gestur Las Palmas SA, das sich in Liquidation befindet, auf den Erwerb mehrerer Grundstücke im Gemeindegebiet von Antigua geeinigt.

Im Mai 2022 soll der Kauf von 23 Industrie-Grundstücke in der Urbanisation La Cerquita zu einem Preis von 616.372€ besiegelt werden.

Dies hat das Cabildo am 26. April 2022 in einer Pressemittelung bekannt gegeben.

Neue Solaranlage erst Ende 2020 installiert

Erst Ende November 2020 hat das Cabildo eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 30KW auf dem Dach des Schlachthofes installiert. Die Kosten dafür betrugen laut Angaben des Cabildo knapp 27.000€.

Nun bleibt zu hoffen, dass sich diese Investition wirtschaftlich und energetisch amortisiert hat, bevor der neue Schlachthof seinen Betrieb aufnimmt und im alten die Lichter ausgehen. Bei den auf Fuerteventura üblichen langen Planungs-, Ausschreibungs- und Ausführungsfristen wird es allerdings sicher noch ein paar Jahre dauern, bevor ein neuer Schlachthof seinen Betrieb aufnimmt. Bis dahin sollte sich die Solaranlage auf dem alten Schlachthof sicher in jeder Hinsicht amortisiert haben.

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