Züchter wegen Handels mit geschützten und invasiven Papageien auf Fuerteventura angezeigt

Gelbbrustaras-auf-Fuerteventura

Beamte des Naturschutzdienstes der Guardia Civil SEPRONA (Servicio de Protección de la Naturaleza) haben im Rahmen der Operation „Eclectus“ Anzeigen gegen zwei Personen auf Fuerteventura eingeleitet, denen unter anderem der Import von und Handel mit geschützten und invasiven Vogelarten vorgeworfen wird.

Die Ermittlungen begannen, nachdem die Anzeige eines Bürgers beim SEPRONA einging. Dieser informierte die Naturschutzpolizei darüber, dass ein Papageien-Züchter regelmäßig Papageien aus Portugal nach Fuerteventura holt, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützt sind und für die er weder die erforderlichen Exportpapiere des Exportlandes noch die Genehmigung des spanischen Umweltministeriums für den Import besitzt.

Auf Grundlage dieser Anzeige überwachte der SEPRONA das Gelände im Gemeindegebiet von Tuineje im Süden von Fuerteventura, auf dem geschützten Tiere gehalten wurden.

Nachdem die Ermittler die mutmaßlich Verantwortlichen identifizieren konnten, erwirkten sie eine Gerichtsbeschluss für eine Durchsuchung der Installationen.

Bei der Durchsuchung fanden sie insgesamt 222 lebende Exemplare aus über 30 verschiedenen Arten. 20 dieser Arten sind als invasive Arten und 18 als exotische Arten nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen eingestuft.

Unter den Arten befanden sich 2 Edelpapageien (Eclectus roratus), 1 Blaustirnamazone (Amazona aestiva), 3 Ziegensittiche (Cyanoramphus novaezelandiae), 2 Rote Lorys (Eos Rubra), 2 Gelbbrustaras (Ara Ararauna) und viele andere mehr.

Die Papageien wurden beschlagnahmt und im Tierpark Oasis Wildlife Fuerteventura untergebracht, der auf Fuerteventura in solchen Fällen mit den Behörden zusammenarbeitet.

Bis zu 2 Jahre Gefängnis für Import und Handel mit geschützten Arten

Vogelkaefig Fuerteventura
Züchter wegen Handels mit geschützten und invasiven Papageien auf Fuerteventura angezeigt 5

Der Handel mit geschützten Papageienarten dürfte äußerst lukrativ sein. Immerhin werden für die edlen Tiere Preise von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro gezahlt. Besonders seltene Arten erzielen sogar Preise im unteren 5-stelligen Bereich.

Im spanischen Strafgesetzbuch ist die Einfuhr und der Handel von geschützten Arten ohne die erforderlichen Genehmigungen mit 6 Monaten bis 2 Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe von 8 bis 24 Monaten bedroht.

Bei der Durchsuchung des Geländes fanden die Beamten des SEPRONA noch weitere Unregelmäßigkeiten, die teilweise schwere Ordnungswidrigkeiten darstellen.

Gelaende Vogelzuechter Fuerteventura
Züchter wegen Handels mit geschützten und invasiven Papageien auf Fuerteventura angezeigt 6

So befanden sich auf dem Grundstück zwei ungenehmigte Sickergruben, von denen ein starker Fäkaliengestank ausging und in deren Umgebung sich zahlreiche Mücken angesiedelt haben.

Die tatsächlichen Installationen entsprachen nicht denen, die in der zoologischen Genehmigung aufgeführt waren. Außerdem lag weder eine Betriebsgenehmigung noch eine Baugenehmigung vor. Außerdem konnten die Betreiber der Zuchtanlage die Durchführung der vorgeschriebenen veterinärmedizinischen Kontrollen nachweisen.

Auf die mutmaßlichen Täter kommen also außer den Strafverfahren wegen Handelns mit geschützten Arten und Urkundenfälschung auch noch diverse Bußgeldverfahren zu, die sich auf Bußgelder in 5 bis 6-stelliger Höhe aufsummieren könnten.

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4 Kommentare

  1. Die Sebrona soll sich lieber um all die Finkas kümmern wo Podencos und andere Hunde unter miserablen Umständen, angekettet ohne jede tierärztliche Versorgung und ohne das Nötigste ihr dasein fristen.

  2. Er hatte offensichtlich langjährige zufriedene Kunden, im Gegensatz zu den Behörden, die jetzt über ihn hergefallen sind. Mir tut der Händler leid.

  3. Tuieje,

    Also habe lange auf FUE gelebt und gearbeitet.
    Davon ist mir nichts bekannt gewesen und hatte selbst: im Cafe div.Papageien natürlich mit ceties.
    Wenn ich diesen Händler entdeckt hätte, dann wäre direkt eine Anzeige von mir gekommen.
    Die Naturschutzpolizei vor Ort ist hervorragend ausgebildet und macht freundlich, bestimmt
    Ihre Kontrollen.
    Hatte selbst das Vergnügen da ich auch Papageien hatte und sie wollten freundlich/bestimmt die Ceties sehen.
    Diese hatte ich in Playitas nicht und hatte sie im Cafe in Jandia.
    Da kamen sie dann auch wie vereinbart am Vormittag, überprüften , bedankten sich und weg
    Waren sie.
    Überprüfungen sind notwendig……….
    :

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