Die Gesundheitsministerin (consejera) der kanarischen Regierung, Esther Monzón, hat am 23.07.2026 in der Gesundheitskommission des kanarischen Parlaments die geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Krankentransports auf Fuerteventura vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die bevorstehende Anschaffung von drei neuen Einsatzfahrzeugen, zwei Notarztwagen und einem Rettungswagen. Damit sollen die Abdeckung des Rettungsdienstes verbessert und die Reaktionszeiten bei medizinischen Notfällen verkürzt werden.
Monzón erklärte, Fuerteventura sei eine flächenmäßig große Insel mit einer weit verstreut lebenden Bevölkerung. Hinzu komme das anhaltende Bevölkerungswachstum sowie die kontinuierlich steigende Zahl von Touristen. Diese Entwicklung erfordere eine Gesundheitsversorgung, die an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst sei. Deshalb sehe die Planung im Rahmen der nächsten Ausschreibung und der Strategie zur kontinuierlichen Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Reaktionsfähigkeit bei Notfällen einen Ausbau des Notfalltransportes auf Fuerteventura vor.
Zwei neue Notarztwagen für Norden und Süden
Die beiden neuen Notarztwagen werden in Gran Tarajal und Corralejo stationiert. Der Standort Gran Tarajal soll die Notfallversorgung im Süden und Südosten der Insel stärken. Die Stationierung in Corralejo dient der besseren Versorgung des gesamten Nordens, einer Region mit besonders hohem Touristenaufkommen und speziellen Anforderungen an die medizinische Versorgung während eines großen Teils des Jahres.
Bei den neuen Notarztwagen handelt es sich um Fahrzeuge mit „erweiterter lebensunterstützender Ausrüstung“ (Soporte Vital Avanzado/ SVA). Diese entsprechen einer mobilen Intensivstation und sind mit einem Arzt, einer Pflegekraft sowie einem Notfallsanitäter besetzt. Sie verfügen unter anderem über ein modernes Patientenmonitoring, ein Beatmungsgerät, einen manuellen Defibrillator, umfangreiche Notfallmedikamente und die Ausrüstung für weiterführende intensivmedizinische Maßnahmen bereits am Einsatzort und während des Transports.
Neuer Rettungswagen für El Castillo
Ergänzt werden die beiden Notarztwagen durch einen neuen Rettungswagen in El Castillo. Dadurch soll die Einsatzbereitschaft in einer strategisch wichtigen Region im Zentrum der Insel erhöht werden.
Der Rettungswagen ist mit einer „lenbensunterstützenden Basisausstattung“ (Soporte Vital Básico/ SVB) ausgerüstet. Er ist für die schnelle Erstversorgung und Stabilisierung von Patienten vorgesehen und wird von Notfallsanitätern besetzt. Zur Ausstattung gehören unter anderem Sauerstoffversorgung, ein halbautomatischer Defibrillator, Absauggerät, Beatmungsbeutel sowie umfangreiches Material zur Versorgung von Verletzten und zur Immobilisation bis zum Eintreffen eines Notarztwagens oder bis zum Transport in ein Krankenhaus.
Vollständigere und besser abgestimmte Rettungsstruktur
Nach Angaben von Esther Monzón werden die drei neuen Fahrzeuge gemeinsam mit dem ebenfalls im März 2026 in Dienst gestellten Rettungshubschrauber dazu beitragen, dass Fuerteventura künftig über ein „vollständigeres, besser verteiltes und territorial ausgewogeneres Netz des Notfalltransportes“ verfügen wird. Dadurch sollen Norden, Süden und Zentrum der Insel koordiniert versorgt werden.
Die Gesundheitsministerin erläuterte, dass die Planungen auf einer technischen Studie beruhen. Diese untersuche sowohl die Zahl der Rettungseinsätze als auch die geografische Verteilung der Bevölkerung und die demografischen Besonderheiten Fuerteventuras. Ziel sei eine schnellere, effizientere und besser an den tatsächlichen Bedarf angepasste Notfallversorgung.
„Mit dieser Verstärkung gehen wir einen weiteren Schritt, um die Gesundheitsversorgung näher zu den Bürgern zu bringen, die Reaktionszeiten zu verbessern und die territoriale Gleichbehandlung sicherzustellen, die Fuerteventura und alle nicht zu den Hauptinseln gehörenden Inseln verdienen“, erklärte Esther Monzón.
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