Immobilienfirmen werfen Banken „Sabotage“ und „schmutzige Kriegsführung“ vor

Viele Immobilienfirmen und Bauträger kämpfen zurzeit nicht nur gegen die schlechten Marktbedingungen und fehlende Nachfrage, sondern auch gegen die scheinbar übermächtigen Banken. Viele spanische Banken sind aus der Not heraus zu großen, mächtigen Immobilienanbietern geworden, die auf einem riesigen Bestand von Immobilien sitzen, die sie um jeden Preis verkaufen müssen. Folglich ist es für eine Bank viel besser, eine Finanzierung für einen solventen Kunden bereitzustellen, wenn dieser eine Immobilie aus dem Bestand der Bank kauft.

Damit schlägt die Bank zwei Fliegen mit einer Klappe. Möchte derselbe Kunde nun eine Immobilie aus einer andern Quelle kaufen, z.B. von einem Bauträger oder einer Privatperson, schaltet die Bank dagegen auf Durchzug und lässt sich immer neue Anforderungen einfallen, die die an sich solventen Kunden erfüllen müssen, bis der Kunde genervt aufgibt oder die Kriterien schlicht nicht mehr erfüllen kann. Manche Immobilienfirmen beschuldigen Banken daher bereits der „schmutzigen Kriegsführung“ oder „Sabotage“.

Doch da im Normalfall ein Immobilienkauf immer von einer Finanzierung abhängt, sitzen die Banken am längeren Hebel. Außerdem können sie, so die Kritik aus dem Immobiliensektor, ihren Kunden auch gleich noch andere Produkte aus ihrem eigenen Angebot aufs Auge drücken, ohne die es kein Darlehen gibt, wie z.B. eine Lebensversicherung zur Absicherung der Restschuld oder eine Gebäude- und Hausratversicherung mit der Bank als Begünstigtem.

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