Spanischer Hypothekenmarkt: starkes Wachstum auf niedrigem Niveau

Im Juni 2017 haben spanische Banken insgesamt 29.516 Hypothekendarlehen vergeben, rund 16,5% mehr als im Vorjahresmonat. Damit erreicht die Hypothekenvergabe Werte, die man seit 2011 nicht mehr gesehen hat, liegt aber immer noch nur bei rund 23% des Maximums aus Zeiten des Immobilienbooms. Im September 2005 wurden in Spanien 129.128 Hypotheken vergeben.

Im ersten Halbjahr 2017 ist die Zahl der Hypotheken akkumuliert um rund 8% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.

Der Darlehensbetrag betrug im Juni 2017 durchschnittlich 116.629 Euro und somit rund 4,4% über dem Betrag des Juni 2016. Insgesamt wurden somit in diesem Monat Immobilienkäufe mit 3,44 Mrd. Euro finanziert, rund 21,6% mehr als im Vorjahresmonat.

Der durchschnittliche Zinssatz der Hypothekendarlehen betrug 2,79% und markiert zum zweiten Monat in Folge ein historisches Minimum. Trotz des niedrigen Zinsniveaus wurden 62,2% der Hypotheken zu einem variablen Zinssatz vereinbart.

Analysten bewerten diese Entwicklung als Zeichen zu einer Rückkehr zur Normalität auf dem spanischen Hypothekenmarkt. Die Banken vergeben mehr und geringfügig höhere Kredite und behalten trotzdem die nötige Vorsicht bei der Einschätzung ihrer Kunden bei.

Bis zum Ende des Jahres könnten rund 300.000 Immobilienkredite vergeben werden, immer noch wenig im Vergleich zu den 1.300.000 zum Höhepunkt der Immobilienblase.

Auf den Kanaren ist die Zahl der Hypotheken im Juni 2017 sogar um fast 60% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dabei wurden rund 112,4 Mio. Euro verliehen, 25,4% mehr als im Juni 2016.

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