Fuerteventura: Hubschrauber rettet Angler von Felsen bei Corralejo

Hubschrauber rettet Angler von Felsen bei Corralejo/ Fuerteventura

Am 31.03.2018 ist ein Angler in der Zone Bristol bei Corralejo im Norden von Fuerteventura in Schwierigkeiten geraten. Der Mann war offenbar bei Ebbe auf einen Felsen vor der Küste geklettert, um von dort aus zu angeln.
Wahrscheinlich hat er die steigende Flut nicht berücksichtigt. Und so war ihm wegen der heftigen Wellen, der einlaufenden Flut und der Strömung irgendwann der Rückweg ans Ufer nicht mehr möglich.

Ein Rettungshubschrauber der Kanarischen Regierung musste den Mann schließlich aus der Luft aus seiner gefährlichen Lage befreien. Zum Glück wurden weder der Angler noch die Rettungskräfte bei dem Einsatz verletzt.

Bei Aktivitäten am Meer auf Fuerteventura immer auf die Gezeiten achten!

Bei der Planung von sämtlichen Aktivitäten am oder auf dem Meer muss man auch auf Fuerteventura immer die Gezeiten berücksichtigen. Ebbe und Flut sind zwischen den Mondphasen nicht so sehr wahrzunehmen. Doch bei Vollmond oder Neumond sind die Gezeiten umso stärker. Der Tidenhub kann dann mehr als zwei Meter ausmachen.

Da am 31.03.2018 Vollmond war, war die Aktion des Anglers besonders riskant.

Risikosportler müssen für Rettungseinsätze bezahlen

Personen, die von Rettungskräften der Kanarischen Regierung gesucht oder gerettet werden, müssen unter gewissen Umständen für den Rettungseinsatz bezahlen.
Dies gilt vor allem bei Riskoaktivitäten. Dazu gehören zahlreiche Wassersportaktivitäten wie Surfen oder Tauchen, Landaktivitäten wie Klettern, Mountainbike oder Reiten und Luftaktivitäten wie Gleitschirmfliegen oder Parasailing.

Auch wer ausdrückliche Sicherheitshinweise wie Unwetterwarnungen missachtet, muss für seinen Rettungseinsatz bezahlen.

Angeln an der Küste ist jedoch nicht ausdrücklich in der Liste der gefährlichen Aktivitäten aufgeführt, obwohl es dabei immer wieder zu Unfällen und Todesfällen kommt.

Insofern kann man nicht ohne weiteres beurteilen, ob der Angler den Einsatz bezahlen muss. Das Gesetz bestimmt allerdings, dass jemand für einen Einsatz bezahlen muss, wenn er keine Lizenz für die ausgeübte Aktivität hat. Dabei ist es egal, ob diese als gefährlich eingestuft ist, oder nicht. Sollte der Angler also keine Angellizenz haben, könnte der Rettungseinsatz sehr teuer werden.

2.000€ pro Stunde für Hubschrauber

Die Kosten für einen Hubschraubereinsatz betragen 2.000 Euro pro Einsatzstunde. Bei der Rettung einer einzelnen Person sind die Kosten jedoch auf insgesamt 6.000€ begrenzt.

Rettet der Hubschrauber mehrere Personen, müssen diese insgesamt maximal 12.000€ bezahlen.

Eine Suche bzw. Rettung per Boot ist deutlich günstiger. Dafür müssen die Geretteten nur 300€ pro Stunde erstatten.

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