La Palma: Stärkstes Beben seit Ausbruch des Vulkans, neuer Eruptionspunkt aufgetaucht

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Vor fast 3 Wochen ist der Vulkan auf La Palma ausgebrochen. Nun scheint er in eine noch explosivere Phase übergegangen zu sein. Das stärkste Erdbeben seit Ausbruch erschütterte den Bereich um den Vulkankegel am frühen Morgen gegen 5.51h des 16.10.2021. Mit 4,6 auf der Richterskala war das Beben sogar noch stärker, als die am Vortag aufgezeichneten Beben (4,5).

Seit Mitternacht und bis 8.00 Uhr kanarischer Zeit haben die Experten des IGN (Instituto Nacional de Geologia, Nationales Geologie-Institut) 35 Beben aufgezeichnet. Einige davon waren von der Bevölkerung zu spüren. Das zweitstärkste Beben, das sein Epizentrum in Mazo hatte, war mit einer Stärke von 4,5 auf der Richterskala auf der gesamten Insel zu spüren.

Neuer Eruptionspunkt spukt Asche und Pyroklasten

Am Nachmittag des 15.10.2021 hatten die Experten von Involcan im abgesperrten und evakuierten Gebiet südöstlich des aktiven Vulkankraters einen neuen Eruptionspunkt ausgemacht. Hier kamen Asche und Pyroklasten aus dem Boden. Die Experten betonten, dass es sich dabei um einen „normalen Vorgang innerhalb des komplexen, eruptiven Vorgangs“ handele. Abzuwarten bleibt, ob dieser neue Eruptionspunkt auch Lava ausstoßen wird und so noch weitere Gebiete bedrohen könnte.

Mehr Lava, weniger Asche

Der Vulkan ist nach Angaben der Experten von Involcan in eine Phase übergegangen, in der mehr Lava ausgestoßen wird. Diese sei außerdem flüssiger und fließe daher schneller. Die Lava verschluckt daher nun neue, vorher noch verschonte Gebiete.

Um 11 Uhr des 16.10.2021 hat Involcan auf seinem Twitter Account ein Video veröffentlicht, auf dem der Lavafluss im Bereich der Montaña de La Laguna zu sehen ist. Nach Angaben von Involcan soll der Lavafluss sich mit einer Geschwindigkeit von 1,3km pro Stunde ausbreiten. Damit wird erwartet, dass die Lava möglicherweise in den kommenden Stunden auf Höhe von El Perdido auf den Atlantik stoßen könnte.

736,9 Hektar von Lava begraben, 1.826 Gebäude zerstört

Seit seinem Ausbruch vor fast drei Wochen hat die Lava aus dem Vulkan, der bei Cumbre Vieja ausgebrochen ist, 736,9 Hektar Land unter sich begraben. Auf ihrem Weg zerstörte die Lava 1.826 Gebäude. Copernicus hat diese Auswertung am 16.10.2021 veröffentlicht. Die Daten beziehen sich auf ein Satellitenbild vom 15.10.2021, das um 12.10 Uhr UTC aufgenommen worden ist.

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1 Kommentar

  1. Die Spanier sind bezüglich des Vulkans nicht zu beneiden. Die ungeheuren co2 Kompensationen verschlucken sicher Milliarden spanischer Steuergelder. Egal … Hauptsache man zahlt! Der Klimanismus kostet eben!

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