Beliebte Sehenswürdigkeit auf Fuerteventura: Schildkrötenstation in Morro Jable wieder geöffnet

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Ob die Unechten Karettschildkröten (Caretta caretta), die im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojektes am Strand von Cofete ausgeschlüpft sind, jemals nach Fuerteventura zurückkehren werden, um hier Eier zu legen, steht in den Sternen.

Doch neben diesem Hauptziel hat die Schildkrötenstation auf dem Hafengelände von Morro Jable andere Ziele durchaus bereits erreicht. Was ursprünglich als Aufzuchtstation und „Schildkröten-Kindergarten“ diente, wird heute hauptsächlich als Schildkröten-Krankenhaus genutzt.

Darüber hinaus hatte sich die Schildkrötenstation zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Süden von Fuerteventura entwickelt. Während der Corona-Pandemie war die Schildkrötenstation für Besucher geschlossen.

Am 12. April 2022 wurde die Schildkrötenstation nun wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Corona-Pause wurde nach Angaben der Inselregierung (Cabildo) von Fuerteventura dafür genutzt, einige Renovierungs- und Verbesserungsarbeiten durchzuführen. So wurden unter anderem Rampen installiert, von denen aus man besser in die Becken gucken kann, um die Schildkröten zu beobachten.

Die Station ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00h bis 13.00h geöffnet, ausgenommen an Feiertagen.

Die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten dürfen, ist auf 15 limitiert. Die maximale Besuchszeit beträgt 20 Minuten, was auch völlig ausreichend ist.

Der Eintritt zur Schildkrötenstation ist übrigens kostenlos. Eine vorherige Anmeldung oder Reservierung ist nicht erforderlich.

Überwiegend verletzte Schildkröten

Ursprünglich diente die Schildkrötenstation dazu, frisch geschlüpfte Schildkrötenbabys solange aufzupeppeln, bis sie groß und stark genug waren, um in der freien Wildbahn mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu überleben. Die Eier waren zuvor per Hubschrauber von den Kapverdischen Inseln nach Fuerteventura gebracht worden. Da Schildkröten zur Eiablage an den Strand zurückkehren, an dem sie selbst ausgeschlüpft sind, hofft man, dass sich die Art auf Fuerteventura so wieder ansiedeln lässt.

Der größte Teil des Nachwuchses wurde inzwischen ausgewildert. Doch die Infrastruktur war bestens geeignet, um als Schildkröten-Hospital weiter genutzt zu werden.

Die größten Gefahren gehen für die sympathischen Reptilien von im Meer treibenden Plastiksäcken, Fischernetzen und Angelleinen aus, in denen sie sich verheddern können. Selbst wenn das Verheddern nicht immer direkt zum Tod führt, sind die Tiere beim Schwimmen und somit bei der Beutejagd behindert. Sie magern ab und dehydrieren, bis sie im schlimmsten Fall elend eingehen. Oft schnürt der Müll auch die Flossen ab, die dadurch absterben.

Leider bleiben auch die Gewässer vor Fuerteventura von solchen Todesfallen nicht verschont. Und so finden Fischer und Wassersportler immer wieder Schildkröten, die ohne Hilfe dem Tode geweiht wären.

In der Schildkrötenstation von Morro Jable erhalten diese verletzten und geschwächten Tiere veterinärmedizinische Hilfe und werden nach der Erstversorgung solange gepflegt, bis sie wieder freigelassen werden können.

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