Fuerteventura-Immobilien: Immobilienpreise auf Kanaren laut Idealista um 6,6% gestiegen

Immobilien-Costa-Calma

Laut Spaniens größtem Immobilienportal Idealista.com sind die Preise für gebrauchte Immobilien auf den Kanarischen Inseln im Oktober 2022 um 1,4% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Immobilienpreise auf den Kanaren sogar um 6,6% gestiegen.

Auf den Kanarischen Inseln kosteten gebrauchte Wohnimmobilien durchschnittlich 2.061€ pro Quadratmeter.

Auch wenn die Marktstudie von Idealista die Immobilienpreise auf Fuerteventura nicht gesondert ausweist, dürfte die Tendenz auf Fuerteventura ähnlich sein wie auf den Kanaren insgesamt.

Betrachtet man den spanischen Immobilienmarkt insgesamt, so sind die Preise für gebrauchte Wohnungen und Häuser im Oktober 2022 um 0,9% gegenüber dem Vormonat bzw. 5,2% gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Der Quadratmeterpreis in Spanien lag bei 1.910 Euro. Damit lagen die Immobilienpreise in Spanien im Oktober 2022 rund 7% unter den historischen Rekordwerten vom Juni 2007.

Balearen sind die teuerste Region Spaniens

Die Balearen sind weiterhin die Region Spaniens mit den höchsten Immobilienpreisen.

Der durchschnittliche Kaufpreis für Immobilien auf den Balearen lag im Oktober bei 3.577€/m². Dies ist der höchste Wert, den die Plattform Idealista jemals für Balearen ermittelt hat. Die Immobilienpreise auf Mallorca & Co. lagen im Oktober 2022 um 0,3% über dem Vormonat bzw. 9,7% über dem Vorjahresmonat.

Immobilien auf Fuerteventura: Marktlage

Natürlich wirken sich die Tendenzen des kanarischen bzw. spanischen Immobilienmarktes nicht unmittelbar auf den Immobilienkauf auf Fuerteventura aus. Für den Kauf einer Immobilie in einer Ferienregion wie Costa Calma, Morro Jable, Corralejo oder El Cotillo gelten ganz andere Marktgesetze als z.B. für eine Stadt wie Puerto del Rosario oder Las Palmas oder eben den spanischen Immobilienmarkt in seiner Gesamtheit.

In den Ferienregionen treten überwiegend ausländische Käufer auf, die nicht auf eine Kreditfinanzierung angewiesen sind. Steigenden Zinsen haben daher für diese Käuferkreise weniger abschreckende Wirkung. Eine Wohnung in Strandnähe oder gar mit Meerblick kostet natürlich wesentlich mehr, als eine etwa gleich große Immobilie in einem Randbezirk von Puerto del Rosario.

Daher sind Quadratmeterpreise von 2.500 bis 3.000€ oder noch deutlich darüber auf Fuerteventura keine Seltenheit. Wer eine kleine, 50 Quadratmeter große Wohnung in Costa Calma kaufen möchte, wird dafür leicht mehr als 125.000€ ausgeben, in Strandnähe und mit Meerblick auch noch deutlich mehr.

Jörg Margolf, Immobilienmakler auf Fuerteventura und Inhaber von fuerteventura-casas.de erklärte uns, dass die Nachfrage nach Fuerteventura-Immobilien zurzeit viel größer sei als das Angebot.

Wer eine Immobilie auf Fuerteventura hat und nicht verkaufen muss, behält sie aufgrund der weltpolitischen Unsicherheiten und der Inflation zurzeit scheinbar lieber. Wer dagegen Bargeld hat und Fuerteventura liebt, ist aus denselben Gründen zurzeit eher bereit, eine Wohnung oder ein Haus auf Fuerteventura zu kaufen.

Zurzeit spricht als vieles dafür, dass die Immobilienpreise auf Fuerteventura zumindest in den von ausländischen Käufern gefragten Regionen trotz oder gerade wegen der weltwirtschaftlichen Situation auch in der nächsten Zeit weiteres Potential nach oben haben.

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5 Kommentare

  1. Wenn Verkäufer über Jahre versuchen, ihre Immobilie zu verkaufen, überrascht es mich schon ziemlich, dass sie mit ihrem Preis (auch) immer weiter hoch gehen, statt runter. So läuft man dem Markt immer nur hinterher und verkauft nie. So viele „Dumme“ stehen morgens nun doch nicht auf, die solche Immobilien kaufen… 😉
    Ansonsten begrüße ich es ebenfalls sehr, dass hier nicht neu gebaut wird.

  2. Ich wüsste nicht warum dieser Umstand „traurig“ sein sollte.

    Ich begrüße es. Fuerte ist Biosphärenreservat, damit fließen bzw flossen EU Gelder in Mengen auf die Insel u.a. für Projekte wie bspw. die Autobahn. Diese Gelder die nach meinem Kenntnisstand (auch) an eine Bewahrung des Biosphärenreservates geknüpft waren, stehen nach meiner Wahrnehmung auch in gutem Einklang mit dem Gedanken der Bewahrung der Schöpfung. Kein Mensch der Fuerte wirklich liebt hat (bspw.) Bock auf asiatische Investoren die komplett bescheuerte Bauvorhaben auflegen und nur den Shareholder Value zum Ziel haben.
    Am Ende ist diese wunderschöne Naturlandschaft „zersägt“ und wofür….?
    Fuerte soll schön so bleiben wie es ist. Auch wenn sich diese Entwicklung offenbar mehr aufgrund der planerischen Unfähigkeit der Locals ergibt, sehe ich sie als vorteilhaft.

    Und by the way: unsere Immobilie hat nicht den Charme der 80er inne 😉 weil wir investiert haben.
    In Nachbarhäusern/Wohnungen sehe ich ähnliches.
    Deshalb eine sehr undifferenzierte Aussage des vorherigen Lesers.

  3. ..im Süden wird fast nichts mehr neu gebaut, außer Hotelrenovierungen. Die angebotenen
    Immobilien sind meist 10-20 Jahre alt und haben innen den Charme der 80er Jahre. Viele Angebote sind völlig überteuert. Wenn die Nachfrage so hoch ist, wo bleiben die Investoren?

    • Die Investoren warten seit 20 Jahren auf einen neuen Bebauungsplan der Gemeinde Pájara. Ohne aktuellen Bebauungsplan gibt es keine Rechtssicherheit für Investoren, also lassen sie es sein. Ähnliches gilt in den anderen Gemeinden leider auch.

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