Gran Canaria: Tausende Liter alkoholischer Getränke beschlagnahmt

In der Provinz Las Palmas auf Gran Canaria mussten im Rahmen der internationalen „Operation Opson“ insgesamt 3.239 Liter alkoholischer Getränke im Wert von 48.435 Euro aus dem Verkehr gezogen werden. Wie die örtliche Polizei bekannt gab, waren an der von Dezember bis April andauernden Kampagne – mittlerweile die sechste ihrer Art – bis zu 61 Länder beteiligt.

Seit 2011 werden die Einsätze vom Generalsekretariat von Interpol in Zusammenarbeit mit Europol koordiniert, um weltweit gegen gefälschte oder gepanschte Lebensmittel vorzugehen. Jährlich können so unzählige Tonnen an Waren sichergestellt werden, die zum Teil auch erhebliche Gesundheitsrisiken für die ahnungslosen Verbraucher bergen. Wie Europol erklärt, stecken hinter dem Betrug oft kriminelle Organisationen, die Lebensmittel mit gefährlichen Chemikalien panschen oder minderwertige Ware mit gefälschten Labels teurer Marken verkaufen und somit riesige Profite erzielen.

Im Falle von Gran Canaria handelte es sich im Hinblick auf den Inhalt zwar in den meisten Fällen um unbedenkliche Ware, die jedoch nach spanischer Rechtsvorschrift nicht korrekt gekennzeichnet oder nicht mit den entsprechenden Steuerstreifen versehen war. Im Vorfeld fanden hierzu zahlreiche Kontrollen in verschiedenen Handelseinrichtungen statt, bei welchen die besagten Getränke sowie bereits abgelaufene und teilweise verbotene Lebensmittel beschlagnahmt werden konnten.

Die falsch etikettierten Produkte waren größtenteils typische Konsumgüter aus Deutschland, Italien, Holland oder Indien. Diese waren ausschließlich in der jeweiligen Landessprache gehalten und boten dem spanischen Verbraucher somit keinerlei Informationen zum Produkt.

Betroffen waren neben einem Betrieb sowie zwei Lagerhallen in Agüimes ein Reformhaus in Mogán, ein Geschäft in San Bartolomé de Tirajana sowie ein Lokal in Santa Lucía de Tirajana. In zwei Fällen wurden sogar aus den USA stammende Vitamin-Tabletten verkauft, die auf dem europäischen Markt überhaupt nicht zugelassen waren oder als Medikamente eigentlich nur in Apotheken verkauft werden dürften.

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