Besserung in Sicht: Zahlungsausfälle bei spanischen Familien und Unternehmen gehen zurück

Wie das Nationale Statistikinstitut (INE) in Madrid in einer kürzlich veröffentlichten Statistik mitteilte, ist die Zahl der unbezahlten Rechnungen bei Familien und Unternehmen im Juni 2014 verglichen mit dem Vorjahresmonat um ganze 19,4 Prozent gesunken. Mit 210.997 Fällen ist der Juni bereits der 26. Monat in Folge, bei dem die Zahl der Rechnungen, die nach Fälligkeit der Frist noch nicht bezahlt worden sind, gegenüber dem Vorjahr zurückging. Der Anteil der fälligen Rechnungen, bei denen keine Zahlung erfolgte, erreichte gemessen am Gesamtvolumen in diesem Monat knapp zwei Prozent und somit fast ein Prozent weniger als noch im Vorjahr.

Somit sank der Gesamtbetrag der Zahlungsrückstände im Vergleich zum letzten Jahr um 30 Prozent auf insgesamt 273 Millionen Euro. Insgesamt wurden im Juni über 7,7 Millionen Zahlungen in einer Gesamthöhe von 13,57 Mrd. Euro fällig – 7,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Trotzdem geht die Tendenz ausstehender Zahlungen dabei eindeutig nach unten. Von Mai auf Juni 2014 ist die Anzahl der unbezahlten Rechnungen trotz deutlich größeren Gesamtvolumens fälliger Forderungen um mehr als ein Zehntel zurückgegangen.

Betrachtet man die einzelnen spanischen Regionen, so war dieser Trend in Kastillien-La Mancha und Kantabrien am deutlichsten zu erkennen. Dort wurden im Juni über 60 Prozent weniger Zahlungsausfälle gemessen, während Asturien mit einem Plus von über 30 Prozent die einzige Autonome Region Spaniens war, in der ein Anstieg verzeichnet wurde. In den Ballungsräumen Katalonien und Madrid, die zusammen knapp ein Drittel der spanischen Gesamtbevölkerung ausmachen, konzentriert sich fast die Hälfte aller unbezahlten Rechnungen. Prozentual an der Bevölkerung gemessen ist jedoch Asturien der Spitzenreiter unter den säumigen Schuldnern.

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