Grippewelle auf den Kanaren auf dem Weg zur Epidemie

Grippe-Inzidenz-2_2019

Die Zahl der Grippefälle ist in der zweiten Woche auf den Kanarischen Inseln stark angestiegen. Gesundheitsexperten erwarten, dass die Schwelle zur Epidemie in der dritten oder vierten Januarwoche überschritten wird.

Die Zahl der Fälle (Inzidenz) ist mit 79 pro 100.000 Einwohner in der zweiten Januarwoche noch deutlich geringer als im Vorjahr. Doch die Zahl der Todesopfer ist mit 12 in der Saison 2018/2019 bereits doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Ob es sich dabei um einen statistischen Ausreißer handelt, oder ob es andere Gründe dafür gibt, muss am Ende der Grippesaison in Ruhe untersucht werden.

Ausbruch der Epidemie ab der 3. Januarwoche 2019 wahrscheinlich

Die Experten glauben, dass die Grippewelle ab der 3. Januarwoche richtig in Fahrt kommt, da die Zahl der Fälle in den Altersgruppen von 0-4 und 4-15 Jahren sprunghaft angestiegen ist.

In der laufenden Saison mussten bereits 95 Patienten mit Komplikationen wie Lungenentzündung, Akutem Atemnotsyndrom, Multiorganversagen oder septischem Schock in Krankenhäusern behandelt werden.

Bislang haben sich in der aktuellen Saison 170.419 Personen gegen Grippe impfen lassen. Das sind rund 3,5% mehr als im Vorjahr. Die Spanische Gesellschaft für Impfforschung wies in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Wichtigkeit der Impfungen für Risikogruppen hin. Dazu zählen generell Menschen über 60 Jahren. Auch Patienten mit Atemproblemen, Diabetes sowie anderen Stoffwechselerkrankungen, Herz- und Lebererkrankungen, chronisch Übergewichtige, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten sich impfen lassen.

1 Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Kanaren-Nachrichten