Hai-Alarm auf Gran Canaria

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Der beliebte Badestrand „Las Burras“ in der Gemeide San Bartolomeé de Tirajana im Süden von Gran Canaria war am Samstag, den 27.07.2019, für mehrere Stunden gesperrt. Grund war die Vermutung, dass sich ein Hai in der Nähe der Küste befinden könnte.

Alle Badegäste mussten das Wasser verlassen. Daraufhin überwachten Mitarbeiter des Roten Kreuzes das Gebiet mehrere Stunden lang genau und konnten letztlich Entwarnung geben.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Playa „Las Burras“ wegen Hai-Alarm gesperrt wurde.

Bereits Anfang August 2018 hatte ein Rettungsschwimmer drei Kurzflossen-Makos (Isurus oxyrinchus) in der Nähe des Strandes entdeckt. Daraufhin wurde der Strand vorübergehende zum Baden gesperrt.

Allerdings handelte es sich um Jungtiere, die kaum die Länge von einem Meter erreichten. Aufgrund der geringen Größe ging von den Haien keine Gefahr für Menschen aus.

Der Kurzflossen-Mako ist ein pelagischer Hai. Größere Exemplare leben normalerweise weit von der Küste entfernt. Jungtiere nähern sich aber vor allem in den wärmeren Sommermonaten der Küste auf der Suche nach Futter.

Kurzflossen-Makos werden bis zu 4 Meter lang und können daher für Menschen potentiell gefährlich sein. Allerdings gehört der Mensch ganz eindeutig nicht in das Beuteschema dieser Hai-Art. Er ernährt sich von Tintenfischen, großen Fischen, Schildkröten und Seevögeln.

Im September 2017 wurde ein Jugendlicher an einem Badestrand im Süden von Gran Canaria von einem Hai gebissen. Vermutlich handelte es sich dabei ebenfalls um einen jungen Kurzflossen-Mako. Der Jugendliche wurde ärztlich versorgt, jedoch war der Schreck wahrscheinlich größer als die Verletzungen.

Gibt es vor Fuerteventura Haie?

Grundsätzlich kann man auch an den Küsten Fuerteventuras die Begegnung mit Haien machen. Doch für die Haie vor Fuerteventura gilt, dass Menschen nicht in ihr Beuteschema passen. Daher kann man es nahezu ausschließen, dass Haie Menschen mit Beute verwechseln. Es hat vor Fuerteventura noch nie tödliche Haiangriffe auf Menschen gegeben.

Mit viel Glück kann man beim Schnorcheln oder Tauchen vor Fuerteventura einen Engelhai (Squatina squatina) entdecken. Dieser Hai hat einen flachen Körper und wartet im Sand eingegraben auf Beute wie Fische und Weichtiere, die er mit seinem großen Maul einsaugt. Er ist bestens getarnt und daher nur schwer zu sehen. Er ist für Menschen ungefährlich. Allerdings sollte man ihn beim Schnorcheln oder Tauchen nicht berühren oder gar am Schwanz ziehen. Denn dann könnte er zubeißen, um sich zu verteidigen.

Auch Hundshaie (Galeorhinus galeus) sind der vor Küste Fuerteventuras gelegentlich anzutreffen. Auch diese Art ist für Menschen völlig ungefährlich. Im Februar 2019 wurde ein Badestrand bei Corralejo gesperrt, weil zahlreiche Hundshaie gesichtet wurden. Allerdings geschah das zum Schutz der Haie und nicht zum Schutz der Menschen.

Vor allem beim Windsurfen und Kitesurfen kann man im Sommer in den Gewässern Fuerteventuras häufig den Nachwuchs von Hammerhaien (u.a. Sphyrna zygaena) sehen. Die Jungtiere, meist kleiner als 1 Meter, nähern sich dann der Küste, um Fische zu jagen.

Größere Exemplare sieht man in Küstennähe eher selten. Falls doch, dann verschwinden die scheuen Tiere sofort. Es scheint, dass Fuerteventuras Haie vor Menschen genauso viel Angst haben wie wir vor ihnen.

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